Wie du durch EEAT und Content-Autorität zum KI-Referenzpunkt wirst
SEO ist tot. Mal wieder. Es vergeht irgendwie kein Jahr, in dem nicht irgendjemand in der Branche das Ende von SEO verkündet. Aber jetzt, im Jahr 2026, ist doch SEO nun wirklich mausetot. Schließlich gibt es AI Overviews, ChatGPT, Claude und Co. Da braucht doch niemand mehr SEO. Oder?
Es kommt darauf an (ja, damit geht ein Euro ins Phrasenschwein). Die klassische Suchergebnisseite mit ein paar Anzeigen ganz oben und zehn dargestellten Suchergebnissen hat Google schon vor Jahren begraben (da wurde auch schon das Ende von SEO proklamiert).
Die Suchergebnisseite hat sich schon immer verändert und ändert sich auch nun. Hinzu kommt auch, dass sich das Suchverhalten der Menschen ändert. Aber das wiederum sorgt nicht unbedingt dafür, dass sich die Arbeit im Hintergrund ändert. Sie wird eigentlich sogar noch wichtiger. Aber der Reihe nach.
Die Suchlandschaft ändert sich
Die Welt ist eine Kugel. Damit schocke ich hoffentlich niemanden. Im feinsten Sächsisch könnte man auch sagen: „Die Welt is ne Google“. Über 5,9 Billionen Suchanfragen verarbeitet Google jedes Jahr und hat damit Marktanteile von teilweise über 90 %. Doch ganz nebenbei entsteht neben der klassischen Suchmaschine ein neuer Markt, in dem es ChatGPT binnen drei Jahren zu über einer Milliarde monatlich aktiven Nutzer*innen geschafft hat und damit diesen Markt spürbar dominiert.
Googles Gemini ist davon aktuell noch sehr weit entfernt. Dafür fährt Google auf seiner eigenen Plattform größere Geschütze auf und krempelt einmal mehr mit den AI Overviews die Suchergebnisseite kräftig um. Das sorgt für einige Veränderungen innerhalb der Google-Suche:
- Längere Verweildauer: Nutzer*innen bleiben deutlich länger direkt bei Google (zwischen 3 und 21 Sekunden). Sie lesen die KI-Antwort, anstatt sofort zu klicken.
- Zero Click Searches steigen: Bereits 68 % der Suchanfragen führen zu keinem Klick mehr auf eine externe Website.
- Brand-Suchen verlieren an Wert: Sucht jemand nach einem Unternehmen, liefert die KI sofort alle Infos wie Kontaktdaten oder Leistungen. Ein Klick auf die Website wird oft überflüssig.
Die gute Nachricht: Wenn du es schaffst, in den AI Overviews direkt als Quelle genannt und verlinkt zu werden, verdoppelt sich deine Klickrate im Vergleich zu einer normalen Impression. Die Herausforderung ist jedoch: Bei 62 % der KI-Zitate wird die Marke gar nicht namentlich erwähnt.
Und so haben wir als SEOs jetzt nicht mehr einfach nur die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass unsere Inhalte gefunden werden. Wir müssen uns (auch) darauf konzentrieren, als relevante Quelle zu gelten und aufgegriffen zu werden. Aus dem klassischen SEO wird so GEO (Generative Engine Optimization), bei dem die reine SEO-Arbeit jedoch gleich bleibt. Der Fokus für den Output unserer Arbeit ändert sich jedoch.
Wie LLMs deine Inhalte bewerten
Um von KI-Modellen zitiert zu werden, müssen wir verstehen, wie diese arbeiten. LLMs suchen dabei grundlegend nach Mustern, Strukturen und vor allem nach Vertrauenswürdigkeit. Sie prüfen:
- Konsistenz: Werden die von dir getroffenen Aussagen auch von anderen Quellen so formuliert und aufgegriffen?
- Struktur & Klarheit: Sind die Inhalte klar und deutlich aufbereitet? Ist die technische Struktur der Inhalte durch ein LLM leicht erfassbar?
- Thematische Vollständigkeit: Wird das Thema ganzheitlich abgedeckt oder kratzt du nur an der Oberfläche?
- Quellenzuordnung: Kann ein LLM erfassen, wer für den Inhalt verantwortlich ist und das die konkreten Quellen sind?
Das sind die vier zentralen Aspekte, die für LLMs relevant sind bei der Einschätzung und Auswahl von Quellen. Und das ist im Grunde nichts Neues. Alles davon sind absolute SEO-Grundlagen, die wir seit Jahren analysieren und verbessern.
Wie beim klassischen Google-Algorithmus gibt es natürlich noch viele weitere Stellschrauben. Aber grundlegend sind das die vier Konzepte, die du im Hinterkopf behalten solltest. Und alle vier lassen sich Googles großem Konzept von EEAT zuordnen.
Wie wär’s mit einem Webinar zum Thema?
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Das ABC zu EEAT
EEAT steht für Experience, Expertise, Autorität und Trustworthiness. Das Konzept beschreibt, wie Google die Qualität von Inhalten einschätzt. Ganz wichtig sind dabei zwei Aspekte: EEAT ist kein Rankingfaktor. Es ist ein Konzept, in das viele Aspekte unterschiedlich stark reinfließen. Und EEAT ist unterschiedlich wichtig. Sobald du in medizinischen, rechtlichen oder finanziellen Bereichen aktiv bist, wird dieses Google-Konzept sehr relevant für dich. Je mehr du in Hobbythemen unterwegs bist, desto weniger wichtig wird EEAT. Doch was genau schaut sich Google bei den vier Aspekten an?
- Experience: Hat der Autor eines Textes eigene Erfahrung mit dem behandelten Thema gesammelt oder weiß er Dinge nur aus Drittquellen?
- Expertise: Verfügt der Autor über nachweisbares Fachwissen und kann Google nachvollziehen, welche Qualifikationen vorliegen? Gibt es vielleicht anderweitige Veröffentlichungen oder Nennungen in Fachmedien?
- Autorität: Werden Autor und Domain von anderen in der Branche als Autorität wahrgenommen? Gibt es Auszeichnungen oder zumindest Links und Quellennennungen von vertrauenswürdigen Quellen?
- Trustworthiness: Ist die Quelle Insgesamt vertrauenswürdig? Gibt es Kundenbewertungen?
6 Schritte für eine bessere Sichtbarkeit in den LLMs
Wie eingangs bereits erwähnt, fließen viele Faktoren in die Bewertung der LLMs ein, ob sie einen Inhalt zitieren und nennen oder nicht. Mit diesen sechs Punkten hast du die wichtigsten Aspekte auf dem Schirm.
1. E-E-A-T ist dein Fundament
Vor allem in medizinischen, rechtlichen und finanziellen Bereichen (dazu gehören auch Onlineshops) ist das EEAT-Konzept zentral. Zeige, dass du echte, praktische Erfahrung hast. Zeige deine Expertise. LLMs vertrauen keinen anonymen Textwüsten.
2. Mache Autoren & Quellen sichtbar
Versteck dich nicht! Nutze Autorenboxen unter deinen Beiträgen. Verlinke, wenn möglich, auf (professionelle) soziale Netzwerke wie LinkedIn. Das unterstreicht die Zugehörigkeit zu einer Branche und die professionelle Erfahrung.
3. Füttere die Maschine mit strukturierten Daten
Hilf den Algorithmen beim Verstehen deiner Entitäten. Nutze schema.org (z.B. als Person oder Organization). Ein entscheidender Hebel ist dabei das sameAs-Attribut: Verknüpfe deinen Namen direkt mit deinem LinkedIn-Profil oder anderen Publikationen. So baut die KI ein klares Bild von deiner digitalen Autorität auf.
4. Strukturiere deine Inhalte
Endlos lange Fließtexte will niemand lesen. Nicht einmal eine KI. Strukturiere deine Inhalte sinnvoll durch Überschriften und überlege, wie du deine Inhalte sinnvoll aufbereiten kannst. Es muss nicht immer Fließtext sein. Listen oder Tabellen können Inhalte sehr gut vermitteln.
Versetze dich in deine Zielgruppe und überlege dir auf Basis der Suchintention, wie diese am besten den Inhalt aufbereitet haben möchte. Dadurch kannst du fast ganz automatisch eine Topical Authority aufbauen und eine relevante Quelle für das Thema werden.
5. Greife echte Fragen auf (und beantworte sie!)
LLMs lieben strukturierte Frage-Antwort-Formate. Nutze die konkreten Fragen deiner Zielgruppe als Zwischenüberschriften und beantworte diese direkt im ersten Absatz darunter. Kein langes Geschwafel, sondern kurze präzise Antworten, die im Idealfall von den LLMs direkt zitiert werden können.
6. Fokus auf Zahlen, Daten, Fakten und Digitale PR
Belege deine Aussagen mit Studien und verlinke vertrauenswürdige Quellen. Gleichzeitig gilt: Sorge dafür, dass andere über dich schreiben. Erstelle eigene Studien, Whitepaper oder halte Vorträge. Je öfter dein Name (deine Entität) im Kontext deines Fachgebiets im Netz auftaucht, desto eher wirst du von der KI als die Referenz herangezogen.
Bei all der KI: Vergiss den Menschen nicht
Bei all der Optimierung für Suchmaschinen oder LLMs gilt ein zentraler Aspekt: du erstellst Inhalte für Menschen. Das sollte stets im Mittelpunkt all deiner Überlegungen und Optimierungen stehen. Erstelle Inhalte, die die echten Probleme deiner Zielgruppe lösen. Wenn du die beste, übersichtlichste und vertrauenswürdigste Quelle für ein Thema bist, werden auch die KIs nicht an dir vorbeikommen.
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