Affiliate Marketing Auslese Mai 2022

Rabattschlachten zum Black Friday oder der Cyberweek könnten sich zukünftig schwieriger gestalten, denn im Mai ist eine überarbeitete Preisangabenverordnung (PAngV) mit relevanten Neuregelungen für Onlineshops in Kraft getreten – Zeit also, sich spätestens ab dieser Auslese mit dem Thema zu beschäftigen. Was es sonst noch an Neuigkeiten gab und wie ihr vielleicht sogar ein Ticket für den Awin ThinkTank abstauben könnt, lest ihr in dieser Affiliate Marketing Auslese.

Verklickt & Zugenäht · Affiliate Auslese – Mai 2022 | Impulse by Projecter

Neuigkeiten aus der Branche

Die OMR 2022, oder: Eine Branche kehrt zurück ins Event-Game

Networking, Masterclasses und Entertainment pur auf zehn Bühnen, mit über 700 Speakern und mehr als 500 AusstellerInnen: Mitte Mai startete das erste OMR Festival seit Pandemiebeginn und allein die Zahlen beschreiben ganz gut, was wir von den Messetagen erwarten konnten – eine ganze Menge. Ganz besonders haben wir uns auf ein Wiedersehen mit guten Bekannten aus der Online- und vor allem der Affiliate-Marketing-Welt gefreut, angefangen bei den KollegInnen von Affiliate-Netzwerken über Advertiser, Publisher bis hin zu Tool-Anbietern.

On top nahm unser Head of PSW Johannes Rauner an der Panel-Diskussion zur Masterclass „How businesses are using affiliate partnerships to outsource their marketing innovation“ von Awin teil. Gemeinsam mit Clementyne Lavender, Jelle Ploeg und David Lloyd von Awin sowie mit Sir Sharma von Increasingly diskutierte er, warum Affiliate Marketing mehr als nur ein risikoarmer Traffic-Lieferant ist. Denn dank „neuer“ PartnerInnen kann mit relativ wenig Aufwand die Conversion Rate erhöht, ein Upselling vorangetrieben oder die Landing Page spezifisch auf die NutzerInnen hin gestaltet werden.

Unser Head of PSW Johannes Rauner (2. v. l.) bei der Panel-Diskussion von Awin auf der OMR

Die PAngV: Was jetzt auf Onlineshops zukommt

Fast heimlich, still und leise ist zum 28. Mai die überarbeitete Preisangabenverordnung, kurz PAngV, in Kraft getreten. Vor allem ein Punkt dürfte für BetreiberInnen von Onlineshops wichtig sein: Bei Bekanntgabe einer Ermäßigung des Gesamtpreises ist der niedrigste Preis der letzten 30 Tage anzugeben. „Schuld“ daran sind die sogenannten Mondpreise, die von HändlerInnen vereinzelt vor allem vor Rabattaktionen (Black Friday lässt grüßen) genutzt wurden. Kurz vor Shopping-Events sollten solche Preiserhöhungen die VerbraucherInnen bisher in Kombination mit starken Rabatten und Gutscheinen in den Shop lotsen.

Wir haben zu dem Thema mit Hannah Völkers, Rechtsanwältin im Bereich Datenschutz bei Spirit Legal, gesprochen, die euch in einem Gastbeitrag auf unserem Blog die wichtigsten Fragen zur Preisangabenverordnung beantwortet. Bitte berücksichtigt: Wir können keine Rechtsberatung leisten, möchten euch jedoch auf die Änderung hinweisen. Auch Handlungsempfehlungen sind derzeit noch nicht möglich, da die konkrete Auslegung der neuen Verordnung sich erst in der Praxis finden wird. Mit Neuigkeiten zum Thema halten wir euch natürlich auf dem Laufenden!

Awin launcht Opportunity Marketplace in Nordeuropa und der Schweiz

Awins Opportunity Marketplace ist nun auch in den skandinavischen Ländern und in der Schweiz angekommen: Dort wurde das Tool vor Kurzem gelauncht und nun in einem Beitrag von Awin vorgestellt. Obwohl es in Deutschland längst zum Awin Interface gehört, kann es durchaus sein, dass manche es noch nicht kennen. Im Opportunity Marketplace können Publisher ihre Platzierungsmöglichkeiten einstellen. Advertiser haben dann die Möglichkeit, diese übersichtlich angezeigt vorzufinden.

Im alltäglichen Business finden die Absprachen zu Platzierungen sehr wahrscheinlich immer noch hauptsächlich per E-Mail statt. Besonders zum Black Friday müssen sich Advertiser oder Affiliate Manager unzählige Media Kits beschaffen und ansehen, um alle Möglichkeiten zu überblicken. Der Opportunity Marketplace kann in solchen Situationen sicher hilfreich sein, wird jedoch in unserer täglichen Arbeit noch nicht oft genutzt. Besonders das Filtern nach Publishern, die bereits zum Programm zugelassen sind, ist sinnvoll und kann bei vorhandenem Budget und anstehenden Aktionen häufiger eingesetzt werden. Auch Publisher selbst sollten dazu ermutigt werden, ihre Werbemöglichkeiten und Angebote einzustellen.

Publisher

Amazon Affiliate Marketing Tipps & Tricks

Affiliate-Urgestein Peer Wandiger teilt auf seinem Blog 15 praktische Tipps, um mehr aus dem Amazon-Affiliate-Programm herauszuholen. Wobei das Wort „Amazon“ auch gut vernachlässigt werden kann, da die Ratschläge eindeutig nicht nur im Amazon-Kosmos gelten, sondern für alle Aktivitäten im Bereich des Partnermarketings nützlich sind. Von der Werbung für Produkte, die zur eigenen Website passen, bis zur Ansprache von NutzerInnen mit Kaufinteresse richten sich die Tipps eher an EinsteigerInnen der Affiliate-Branche. Aber auch als erfahrene Affiliates könnt ihr hier checken, ob ihr an alle grundlegenden Mechaniken gedacht haben.

In einem weiteren Beitrag schreibt Peer über die Nutzung von Amazon-Produktfotos auf der eigenen Website – was gerade in Zeiten, in denen Datenschutz und Urheberrechte eine immer größere Rolle spielen, ein wichtiges Thema ist. Dass Produktfotos von Amazon oder generell von Unternehmen nicht einfach heruntergeladen, kopiert und auf der eigenen Seite eingebaut werden können, sollte wohl mittlerweile jedem klar sein. Aber wie können trotzdem Bilder verwendet werden? Peer empfiehlt hier die Nutzung des Amazon SiteStripe, mit dem man einen Code generieren und bei dessen Einbau auf der Affiliate-Seite auch das Produktbild darstellen lassen kann.

Als zu bevorzugende Option schlägt Peer jedoch die Produktdaten API in Verbindung mit dem WordPress-Plugin AAWP vor. Für alle Partnerprogramme außerhalb von Amazon ist es sinnvoll, zunächst nur auf Werbemittel zurückzugreifen, die im Affiliate-Netzwerk vom Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Sollten diese nicht ausreichen, empfehlen wir euch, auf das Unternehmen zuzugehen, anstatt auf gut Glück nicht dabei erwischt zu werden, Medien zu kopieren und einzubauen. Wenn ihr selbst nachlesen wollt, wie die Amazon API mit dem Plugin funktioniert, findet ihr den Link zum Artikel hier.

Newsletter abonnieren

1x im Monat die aktuellsten Infos kompakt zusammengefasst!

Merchants

Insights und Expertenstimmen zu den Entwicklungen im Health und Beauty Vertical

Wer den aktuellen Herausforderungen des Health und Beauty Verticals interessiert ist, sollte den Beitrag „The Changing Face of Beauty: How to Stand Out as an Online Health & Beauty Retailer“ der UK Ecommerce Association lesen. Neben Best Practices, wie der Whatsapp-Kampagne von Dior, berichten BranchenexpertInnen aus E-Commerce- und Marketing über aktuelle Trends.

Um den sich schnell ändernden Bedürfnissen der KäuferInnen gerecht zu werden, ist z. B. „Behavioral Targeting“ via Technologiepartner, z. B. mit OnSite-Lösungen, zu empfehlen. Dabei birgt dieses Publisher-Segment weit mehr als Exit-Intent Banner: Direct Checkout in Editorial Content von großen Magazinen oder User-individuelle Deals, welche auf Basis von betrachteten Produkten oder dem Userverhalten auf der Seite im Warenkorb erscheinen, sind gute Beispiele für die rasante Entwicklung und Angebotsbreite an Lösungen im OnSite-Bereich.

Fünf Gründe, weshalb jetzt der richtige Zeitpunkt ist, mit dem App-Tracking zu starten

Awin hat einen Blick in die eigenen Daten geworfen: Und dabei ist herausgekommen, dass 2020 über fünf Millionen In-App-Sales und über sieben Millionen Euro an Publisher-Provisionen in dem Netzwerk generiert werden konnten. Darüber hinaus wurde die App-Performance des gesamten Jahres 2020, wie in der folgenden Abbildung zu sehen, bereits im September 2021 übertroffen und 2022 zeigt, dass die Tendenz weiter steigend ist.

(Quelle: awin.com)

Die Daten verdeutlichen außerdem, dass die Performance im Onlineshop selbst nicht nachließ, sondern vielmehr parallel zunahm. Daraus lässt sich ableiten, dass das App-Tracking inkrementelle Sales schafft. Es entwickelt sich somit immer stärker zu einem essenziellen Bestandteil erfolgreicher Partnerprogramme.

Also hier für euch zusammengefasst noch einmal alle fünf Gründe, weshalb ihr das Affiliate-Tracking in eurer Shopping-App implementieren solltet:

  1. Jetzt ist die richtige Zeit!
  2. App-Tracking schafft inkrementellen Wert.
  3. Technischer Wandel und Datenschutz machen Publisher zu den derzeit besten PartnerInnen für App-Tracking.
  4. App-Tracking-Sales können vorhergesagt werden.
  5. App-Tracking wird von Social Media unterstützt.

Mehr Details zum In-App-Tracking findet ihr im Beitrag auf awin.com.

Events

Awin ThinkTank 2022: Kommt doch mit!

Die OMR hat es vorgemacht, der Awin ThinkTank legt nach. Am 21. und 22. Juni lädt das Unternehmen wieder zum großen Networking und Wissensaustausch ein. Wir freuen uns auf interessante Vorträge, Workshops und Masterclasses zum Thema Affiliate Marketing.

Und das Beste: Ihr könnt noch ein Ticket für das gesamte Event gewinnen. Was ihr dafür tun müsst? Kommentiert einfach unter der Auslese oder dem Blogbeitrag zum Awin ThinkTank und verratet uns, was euer persönliches Programm-Highlight ist! Wir freuen uns, euch zu sehen. 👋

Thementipps für die folgenden Monate

guest
1 Kommentar
Inline Feedbacks
View all comments
Tim Kerinnis
Tim Kerinnis
vor 22 Tagen

Sehr interessant!