Ulrike Dresler

Digitale Bewerbungsgespräche

Die vergangenen Monate haben gezeigt, wie gut wir als Agentur auch in einer hybriden Form zwischen Arbeit im Büro und Arbeiten von zu Hause aus zusammenarbeiten. Damit wir uns und unsere KollegInnen dabei nicht nur sehen, sondern auch hören, nutzen wir die Videokonferenzsoftware von Zoom. Sowohl für große Teammeetings als auch für Workshops oder einfach nur mal zum Plaudern.

Nachdem wir im Frühjahr vorerst alle Bewerbungsgespräche auf Eis gelegt hatten, haben wir uns Ende Mai dazu entschieden, wieder loszulegen. Und entsprechend haben wir auch unseren Bewerbungsprozess angepasst und angefangen, unsere Erstgespräche über Zoom zu führen. Sowohl für uns als Interviewer als auch für die BewerberInnen als Interviewte gab es da noch viel auszuprobieren und Neues zu lernen.

Person, sitzend vor Laptop
Stolperstelle digitale Bewerbungsgespräche: Vorbereitung ist das A und O

Gespräche bzw. Videogespräche über Microsoft Teams, HangOuts oder Zoom bieten für beide Seiten im Bewerbungsgespräch einige Vorteile. Dadurch dass An- und Abreise wegfällt, können wir und die BewerberInnen flexibler und schneller bei den Terminen sein. Und ein Gespräch in einer gewohnten Umgebung kann für die BewerberIn natürlich dazu beitragen, sich selbstsicherer zu fühlen. Noch selbstsicherer kann man natürlich werden, wenn man sich gut auf ein digitales Bewerbungsgespräch vorbereitet. Hierzu haben wir ein paar hilfreiche Tipps für euch zusammengestellt.

  1. Bereitet euch inhaltlich auf ein digitales Bewerbungsgespräch genauso vor, wie auf ein Gespräch vor Ort.
    Der einzige Unterschied in der Vorbereitung ist eigentlich, dass ihr euch nicht auf den Weg zu uns ins Leipziger Büro machen müsst. Setzt euch mit uns als Unternehmen und Arbeitgeber auseinander, mit der Stellenbeschreibung, schreibt eure Fragen auf, checkt unsere Homepage, unsere LinkedIn-Profile oder auch unseren Instagram-Account. Denn schließlich dient das Gespräch nicht nur uns, sondern auch euch als Grundlage für eine sehr wichtige Entscheidung.
  2. Bereitet die Technik vor dem Gesprächstermin rechtzeitig vor und probiert aus, ob alles funktioniert.
    Unsere Videokonferenzsoftware Zoom können wir und ihr über Laptop, Smartphone oder Tablet nutzen. Testet einfach vorher aus, ob alles funktioniert. Wie filmt mich die Kamera? Welcher Bildausschnitt ist von mir zu sehen? Wie höre ich mich an? Sollte ich mir vielleicht ein Headset oder Kopfhörer organisieren? Und ganz wichtig: hat mein Endgerät noch ausreichend Akku für ein Gespräch oder sollte ich es lieber noch mal aufladen oder sicherheitshalber an den Strom anschließen. Bitte achtet auch darauf, einen Raum mit guter Internetverbindung zu wählen. Wenn das Gespräch immer wieder durch eine fehlende Verbindung ins Stocken gerät oder ihr den Raum wechseln müsst, stört das den Ablauf ungemein und sorgt für Unsicherheit.
  3. Achtet auf eure Umgebung und was noch hinter euch zu sehen ist.
    Nicht jede hat ein Arbeitszimmer, das auf Instagram tausende Likes generieren könnte. Schaut trotzdem, ob ihr einen schönen Platz bei euch zu Hause findet, an dem ihr euch zum einen wohlfühlt und zum anderen auch die Akustik und das Licht stimmen. Sollte euch trotzdem nur die Küche mit den alten Schränken im Hintergrund bleiben, könntet ihr auch über einen virtuellen Hintergrund nachdenken, der hinter euch ein Bild eurer Wahl projiziert und den Rest „versteckt“. Aber Vorsicht. Sollte bei euch im Hintergrund ein prall gefülltes Bücherregal stehen, kann es durchaus vorkommen, dass wir euch nach einem Lesetipp fragen oder mit euch über eure LieblingsautorIn sprechen möchten.
  4. Im Idealfall habt ihr für euer Bewerbungsgespräch ein störungsfreies Umfeld, in dem ihr euch konzentrieren könnt. Könnt ihr eine Störung vielleicht nicht ganz ausschließen, sagt doch einfach kurz am Anfang des Gespräches Bescheid. „Vielleicht kratzt meine Katze an der Tür.“ oder „Vielleicht muss ich den Hund doch mit ins Zimmer lassen, weil er sonst jault.“ Dann seid weder ihr noch wir überrascht und es hilft euch sicherlich, gut durch das Gespräch zu kommen.

Am wichtigsten finde ich am Ende, dass die BewerberIn authentisch rüberkommt und erzählen kann, warum sie und Projecter einfach super zusammenpassen. Und dabei ist es egal, ob man sich persönlich oder nur über eine Webcam sieht.

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