SEO News 02/2026: Google AI Shopping startet in den USA und Microsoft bringt Transparenz in KI-Zitate

Zusammenfassen mit ChatGPT

Während Google mit dem neuen Universal Commerce Protocol den E-Commerce direkt in seine KI-Oberflächen holt, liefert Microsoft SEO-Expert*innen langersehnte Daten zur Sichtbarkeit in Copilot. Zudem gibt es Updates bei Google Discover, neue Linkdarstellungen in den AI Overviews sowie EU-Tests zur Vermeidung von Wettbewerbsstrafen. Wir fassen die wichtigsten SEO News aus dem letzten Monat wieder für euch zusammen.

News der Suchmaschinen

Google treibt KI-basiertes Shopping weiter voran

In unseren letzten SEO News im Januar berichteten wir bereits von Googles neuem Universal Commerce Protocol (UCP). Dabei handelt es sich um ein Protokoll, das KI-Systemen ermöglicht, Commerce-Funktionen wie den Checkout direkt zu steuern. Nun erfolgte die praktische Umsetzung: In den USA wird der UCP-gestützte Checkout sowohl im AI Mode der Google-Suche als auch in der Gemini-App ausgerollt.

Dank des Universal Commerce Protocols können Nutzer*innen Produkte künftig direkt innerhalb der KI-Oberfläche kaufen – ohne Umweg über den Online-Shop des Händlers. Ein integrierter „Buy“-Button erlaubt den vollständigen Checkout, inklusive Zahlungs- und Versandinformationen, direkt im Interface. Zum Start sind unter anderem Etsy und Wayfair angebunden; weitere große Händler wie Shopify, Target und Walmart sollen folgen.

Beispiel für den UCP-gestützten Checkout in der Google-Suche mit integriertem „Buy“-Button und detaillierten Preis- sowie Händlerinformationen direkt im Interface (Quelle: Glenn Gabe via X)

Für den E-Commerce könnte dies einen Paradigmenwechsel bedeuten: Der Kaufprozess verlagert sich zunehmend in KI-Interfaces. Sichtbarkeit allein wird perspektivisch nicht mehr ausreichen – entscheidend wird, wie Produkte technisch und strukturell in diese neuen Commerce-Protokolle integriert sind.

Mehr KI Transparenz mit dem Bing Webmaster Tool

Microsoft hat die AI Performance-Dashboards in den Bing Webmaster Tools veröffentlicht. Damit erhalten Webseitenbetreiber*innen erstmals detaillierte Einblicke, wie oft und wo ihre Inhalte in KI-generierten Antworten verwendet werden – etwa in Microsoft Copilot, Bing-KI-Zusammenfassungen und Partner-Integrationen.

Das Dashboard liefert spannende Metriken wie:

Klickzahlen sind in den Metriken jedoch nicht enthalten. Dennoch setzt das Bing KI-Performance-Dashboard einen neuen Standard, indem es erstmals Transparenz darüber bietet, wie Inhalte im KI-Kontext wahrgenommen werden – ein Bereich, in dem Google aktuell keine gesonderten Leistungsdaten in der Search Console bereitstellt.

News der Suchmaschinen kurz & knapp

Der Indexierungsbericht in der Google Search Console zeigt aktuell eine Datenlücke für Zeiträume vor Mitte Dezember 2025.

Branchen Insights

Google will neue Suchergebnisse testen, um weitere EU-Strafen zu vermeiden

Seit 2017 sammelte Google wegen verschiedener Kartellrechtsverstöße in Europa Bußgelder in Höhe von rund 9,7 Milliarden Euro an. Nachdem der US-Konzern im vergangenen März erneut angeklagt worden war, sollen nun laut einer exklusiven Quelle von Reuters in Kürze erste Maßnahmen folgen.

Im aktuellen Fall wird Google vorgeworfen, bei Suchanfragen zu Hotels, Flügen und Restaurants eigene Dienste gegenüber sogenannten vertikalen Suchdiensten (VSS) aus diesen Bereichen zu bevorzugen. Künftig plant der Konzern daher eine gemeinsame Darstellung von VSS und eigenen Suchergebnissen. Die Änderungen sollen bald europaweit eingeführt werden – zunächst mit Fokus auf die Unterkunftssuche, später auch für Flüge und weitere Dienstleistungen.

Branchen News kurz & knapp

Grokipedia verliert massiv an Sichtbarkeit: In einer kürzlich erstellten Case Study von Glenn Gabe und Malte Landwehr wurde untersucht, wie Elon Musks Online-Enzyklopädie von 3,2 Mio. Klicks auf nahezu Null zurückgefallen ist. Laut der Untersuchung mangelte es bei den vollständig KI-generierten Inhalten vor allem an glaubwürdigen Quellen und Autorenangaben. Die EEAT-Qualitätskriterien (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness) wurden kaum erfüllt und auch die Nutzersignale blieben deutlich hinter den Erwartungen zurück. In der Folge ziehen sowohl Google als auch ChatGPT Grokipedia kaum noch als Quelle heran.

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