Erfolgreich mit Google Shopping:Teil 3 – Shopping-Kampagnen erstellen

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Google Shopping

Quelle: Benjamin Thorn, Pixelio

 

In den Shopping-Kampagnen im AdWords-Account werden die Daten aus dem Datenfeed im Merchant-Center verwaltet. Der 3. Teil der Artikelserie „Erfolgreich mit Google Shopping“ beschäftigt sich deshalb mit dem Erstellen der Shopping-Kampagne im AdWords-Konto und beleuchtet die verschiedenen Einstellungsoptionen und Strukturierungsmöglichkeiten. Eine Shopping-Kampagne „gut“ zu strukturieren ist wesentlich für den Erfolg von Shopping-Anzeigen.

Shopping-Kampagne erstellen

Das Erstellen einer Shopping-Kampagne verläuft analog zum Erstellen anderer AdWords-Kampagnen. Bei einer Shopping-Kampagne ist der Kampagnentyp „Shopping“ auszuwählen.

Shopping Kampagne

 

Kampagneneinstellungen für Shopping-Kampagnen

Das Festlegen der Kampagneneinstellungen erfolgt auf bekannte Weise. Zusätzlich zu den üblichen Einstellungen für AdWords-Kampagnen muss man bei Shopping-Kampagnen die Händler-ID und das Absatzland auswählen. Die Händler-ID ist die ID des Merchant-Center-Kontos, das die zu bewerbenden Produkte enthält. Durch die Auswahl der Händler-ID wird die Shopping-Kampagne mit dem entsprechenden Merchant-Center verknüpft. Des Weiteren ist das Absatzland auszuwählen. Mit dem Absatzland wird festgelegt, welche Produkte aus dem Merchant Center mit dieser Kampagne beworben werden.

Erweiterte Shopping-Einstellungen

Optional kann man unter dem Punkt Shopping-Einstellungen (erweitert) weitere Einstellungen für die Kampagne festlegen. Es ist möglich, die Priorität der Kampagne, den Inventarfilter sowie die lokale Verfügbarkeit für die Kampagne festzulegen.

a) Priorität der Kampagne

Bei der Wahl der Prioritätsstufe für die Shopping-Kampagne kann man zwischen Niedrig, Mittel oder Hoch auswählen. Die Auswahl der Prioritätsstufe ist nützlich wenn mehrere Shopping-Kampagnen pro Absatzland die gleichen Produkte bewerben. Durch die Auswahl der Kampagnen-Priorität kann man steuern welche Kampagne bevorzugt ausgespielt werden soll. Dabei hat die Priorität der Kampagne Vorrang vor der Höhe des Gebotes.

b) Inventarfilter

Durch die Verwendung des Inventarfilters ist es möglich, nur einen bestimmten Teil der Produkte aus den Datenfeed für die Shopping-Kampagne zur Verfügung zu stellen. Als Inventarfilter stehen die Attribute Kategorie, Marke, Artikel-ID, Zustand sowie die benutzerdefinierten Label zur Verfügung. Der Einsatz des Inventarfilters ist sehr hilfreich für Kampagnen mit Angeboten bei denen man dann Produkte ein- bzw. ausschließen kann.

c) Lokal

Unter dem Menüpunkt „Lokal“ kann man Anzeigen mit lokaler Produktverfügbarkeit aktivieren. Diese Option wählt man aus, wenn die Kampagne Produkte enthält die auch in Ladengeschäften verkauft werden sollen.

Erstellen von Anzeigengruppen

Einen wesentlichen Faktor für den Erfolg der Shopping-Anzeigen stellt die Struktur der Shopping-Kampagne dar. Die Strukturierung der Kampagnen erfolgt wie üblich bei AdWords-Kampagnen durch Anzeigengruppen. Die Anzeigengruppen der Shopping-Kampagnen lassen sich zudem in verschiedene Produktgruppen zerlegen. Welche Inhalte sollten in einer Anzeigen- bzw. Produktgruppe zusammengefasst werden? Dazu sollte man die verschiedenen Segmentierungs-Optionen, die einen eine Shopping-Kampagne bietet, kennen. Zudem sollte man überlegen wie man seine Produktdaten am besten clustern kann, um anschließend ein effizientes Gebotsmanagement zu ermöglichen.

Segmentierungs-Optionen

Im unten abgebildeten Screenshot werden die Segmentierung-Möglichkeiten aufgezeigt, die für Shopping-Kampagnen auf Anzeigengruppen- und Produktgruppen-Ebene zur Verfügung stehen. Anschließend werden Beispiele für verschiedene Segmentierungs-Möglichkeiten beschrieben.

Segmentierungs-Optionen

 

a) Aussteuerung nach Produkttypen

In einem Shop, der Produkte verschiedener Preisklassen anbietet, kann die Aussteuerung nach Produkttypen sinnvoll sein. So könnte z.B. die Shopping-Kampagne eines Fahrradhändlers in Fahrräder, Fahrrad-Ersatzteile, Fahrradbekleidung und Zubehör geclustert sein.

b) Aussteuerung nach Marken

Häufig sind verschiedene Marken mit unterschiedlich hohen Margen für die Shop-Betreiber verbunden, sodass die Segmentierung der Shopping-Kampagne nach Marken sinnvoll sein kann, um dann individuelle Gebote für die verschiedenen Marken zu vergeben.

c) Aussteuerung nach Produkt-IDs

Die Segmentierung nach Produkt-IDs ist für Shops mit einem kleineren Produktangebot geeignet. Bei einem großen Produktangebot würde die Übersichtlichkeit in der Shopping-Kampagne aufgrund der sehr granularen Segmentierung leiden.

d) Aussteuerung nach benutzerdefinierten Werten

Die Aussteuerung nach benutzerdefinierten Werten setzt voraus, dass bei der Erstellung des Datenfeeds die benutzerdefinierten Labels verwendet wurden. Weitere Informationen zur Implementierung von benutzerdefinierten Labeln findet man im 1. Teil der Blogserie. Eine sehr effiziente Aussteuerung ermöglicht die Verwendung der Marge als benutzerdefinierten Wert. So können Produkte mit einer höheren Marge ein höheres Gebot zugeteilt bekommen.

Erstellen von Produktgruppen

Jede einzelne Anzeigengruppe lässt sich nach dem Erstellen in verschiedene Produktgruppen gliedern. Eine Produktgruppe umfasst standardmäßig alle Produkte, die mittels Absatzland und Inventarfilter festgelegt wurden. Für das Erstellen der Produktgruppen stehen die gleichen Segmentierungsmöglichkeiten wie auf Anzeigengruppen-Ebene zur Verfügung. So kann z.B. eine Anzeigengruppe die eine einzelne Produktkategorie enthält auf Produktgruppen-Ebene in verschiedene Marken geclustert werden. Ein feines Clustering der Anzeigen- und Produktgruppen ermöglicht ein feineres Clustering der Reporting-Daten sowie individuelle Gebote für jede Produktgruppe. Individuelle Gebote für feingliedrige Produktgruppen bilden die Grundlage für ein effizientes Gebots-Management.

Promotion-Texte für Anzeigengruppe

Nachdem man die Anzeigengruppen mit den verschiedenen Produktgruppen erstellt hat, kann man anschließend einen individuellen Promotion-Text für jede einzelne Anzeigengruppe erstellen. Die Verwendung des Promotion-Textes wird empfohlen, da dadurch meist die Klickrate gesteigert werden kann. Hilfreiche Hinweise zum Erstellen der Promotion-Texte findet man hier.

Fazit

Einen wesentlichen Einflussfaktor für erfolgreiche Shopping-Kampagnen bildet die Struktur der Shopping-Kampagne, die ein effizientes Gebotsmanagement ermöglicht. Wie man eine Shopping-Kampagne im AdWords-Account erstellt und welche Strukturierungsmöglichkeiten es für die Kampagnen gibt, beschreibt der Artikel. Im 4. Teil der Blogserie stehen die Auswertung der Leistungsdaten sowie die Optimierung der Shopping-Kampagne im Mittelpunkt.

Hier geht es zum 4. und letzten Teil unserer Serie: Erfolgreich mit Google Shopping – Teil 4: Shopping-Kampagnen optimieren

Grit war von Juni 2014 bis Mai 2018 Teil des Projecter Teams.

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