Affiliate Marketing News 01/2024: Von KI bis Serverside Tracking – die diesjährigen Top-Trends der Affiliate-Branche

Der Affiliate Marketing Trend Report 2024 ist da und auch Awin hat seine Top-Trends des Jahres veröffentlicht: Wir haben uns die Themen genauer für euch angeschaut und die wichtigsten Erkenntnisse für euch eingeordnet. Ein Thema, das ideal an die Trends des Jahres anknüpft und für neue Furore in der Branche sorgt, sind die Pläne der EU-Kommission in Sachen Cookie-Banner. Außerdem haben wir diesmal einen Tool- und Podcast-Tipp für euch. Alle Updates aus der Branche findet ihr wie immer hier, in unseren Affiliate Marketing News.

Neuigkeiten aus der Branche

Der Affiliate Marketing Trend Report 2024

Das Team von xpose360 hat den Affiliate Trend Report 2024 veröffentlicht: Auf 140 Seiten werden die Ergebnisse der Befragung von rund 1.400 Branchen-Beteiligten zu den Top-Themen und Trends im Affiliate Marketing áusgewertet. Wir fassen euch die wichtigsten Inhalte des Trend Reports wieder hier in unseren Affiliate Marketing News zusammen und geben – zusätzlich zu den Zitaten unserer Kollegen Robert und Marius innerhalb des Reports selbst – wie immer unseren Senf dazu.

Expertenmeinungen unserer Kollegen Marius Hasselkus und Robert Förster (Quelle: Affiliate Trend Report 2024)

Trend-Themen aus Sicht von Agenturen, Netzwerken und Technologie-Anbietern

Besonders interessant waren für uns in erster Linie die Top-Trends für Agenturen, Netzwerke und Technologie-Anbieter: Das Thema Künstliche Intelligenz war für die Teilnehmer*innen wie zu erwarten mit 72 % Anteil der Stimmen wichtiger denn je. Erwartbar war auch, dass die Cookie- und Browser-Sanktionen mit 56 % und 44 % nach wie vor eine große Rolle für die Marketer spielen – wie auch schon in den Jahren zuvor. Die Inflation und das Thema Voice Search bilden wie im letzten Jahr die Schlusslichter im Ranking.

(Quelle: Affiliate Trend Report 2024 von xpose360)

Überraschend und schade zugleich ist für uns der doch starke Rückgang hinsichtlich des Interesses an Nachhaltigkeit. Mit nur 16 % rutscht das Thema eher an das Ende der Top-Trends aus Sicht der Agenturen, Netzwerke und Technologie-Anbieter, war es doch 2023 noch deutlich weiter oben auf der Skala. Aus unserer Sicht verdient das Thema gerade in der Online-Marketing- und Affiliate-Branche mehr Aufmerksamkeit denn je neben den Tracking-Themen und KI. Wie Nachhaltigkeit im Affiliate Marketing auf unterschiedlichen Ebenen funktionieren kann, haben wir uns bereits auf unserem Blog genauer angeschaut.

Da das Thema Tracking in jeglicher Hinsicht zu den Trends des Jahres zählt, verwundert uns im Rahmen der Cookie-Consent- und Brower-Sanktionen nicht, dass Server-to-Server-Tracking mit Abstand zum wichtigsten Tracking-Modell gewählt wurde. Wenn ihr bei diesem Trackingformat immer noch mehr Fragen als Antworten im Kopf habt, könnt ihr euch noch jederzeit nachträglich das kostenlose Webinar unseres Web Analytics Teams als Video-on-Demand ansehen.

Noch ein Tipp: auf unserem Blog könnt ihr genauer nachlesen, wie das Thema Serverside Tracking im Affiliate Marketing funktioniert und warum es sich auch hinsichtlich der Performance wirklich lohnt. Sollten wir euch direkt dabei unterstützen können, dann meldet euch gerne bei uns!

Und was sind die Top-Trends 2024 für Affiliates und Advertiser?

Sowohl bei Affiliates als auch bei Advertisern steht das Thema KI und Machine Learning an oberster Stelle. Mit 70 % und 74 % unterscheidet sich die Priorisierung des Themas kaum von dem der Agenturen, Netzwerke und Technologie-Anbieter. Anwendung finden KI-basierte Tools bisher in den Bereichen Fraud-Protection, Publisher-Akquise, Werbemittelerstellung, Daten-Analyse und ganz obenauf in der Erstellung von Content – mal mehr, mal weniger qualitativ hochwertig.

Trackingthemen folgen an zweiter Stelle, wobei Affiliates die „Cookieless Future“ als wichtiger empfinden als das Thema Attribution. Letzteres sehen Advertiser als bedeutenderen Trend an.

Viel hat sich im Vergleich zum Vorjahr also bei Affiliates und Advertisern hinsichtlich des Interesses Thema Tracking, welches vor allem in 2024 von großen Herausforderungen und Umstellungen geprägt sein wird, nicht verändert.

Die Umsatzentwicklung im Affiliate Marketing

Top-Trends: so weit, so gut – wie sieht es aber mit der Umsatzentwicklung in 2023 aus? Wirkt sich die Krise auf die Performance des Affiliate-Kanals so wie in 2022 eher negativ aus? Nun, die gestiegenen Umsätze 2023 gleichen mit 53 % so ziemlich den Ergebnissen von 2022 (da waren es 57 %). Allerdings verzeichneten 36 % der Advertiser in 2022 rückläufige Umsätze über den Affiliate-Kanal. Im letzten Jahr hingegen sind es nur noch 12 %, die Einbußen verzeichnen, und 35 %, deren Umsätze im Vergleich zum Vorjahr 2022 unverändert blieben.

Auch in 2023 sah es hinsichtlich der Umsätze bei den Affiliates wieder schlechter als bei den Merchants aus. Ähnlich wie in 2022 teilen sich die Ergebnisse nahezu zu drei gleichen Teilen auf. Ein feiner, aber dennoch erfreulicher Unterschied ist, dass die gestiegenen Umsätze mit 38 % in 2023 den größten Part ausmachten.

Ein kleiner Schock waren in 2023 die Auswirkungen der Inflation auf die Umsätze von Affiliates, die sich entgegen den positiven Prognosen weiter verschlechtert haben. Ganze 65 % der Affiliates gaben an, dass die schlechte wirtschaftliche Lage sich negativ auf die Umsätze ausgewirkt hat und keine positiven Auswirkungen zu verzeichnen waren.

Natürlich sind die oben erwähnten Themen nur ein kleiner Part des Trend Reports 2024. Es finden weitere Themen, wie Publisher-Trends, Auswirkungen der wirtschaftlichen Situation, Anwendungsmöglichkeiten von KI uvm. darin ausführlich Erwähnung.

Für uns waren neben den Top-Trends vor allem die aktuellen Herangehensweisen an das Thema KI je Segment spannend. Über alle Marketer hinweg ist ein reges Interesse an der Nutzung und Investition von bzw. in KI zu erkennen. Und die Nutzungsmöglichkeiten sind schon jetzt weitreichend: So nutzen Technologie-Anbieter KI-gestützte Tools bspw. zur Bewerbung der Advertiser, indem KI-basierte Produktempfehlungen ausgespielt werden, die an das Nutzerverhalten angepasst sind. Innovativ sind auch die Münchner Online Rebels, die mittels Promptade Ads eine Möglichkeit bieten, um native Ads in den Chat-GPT-Ergebnissen auszuspielen.

Die Möglichkeiten sind also wesentlich weitreichender, als KI nur zur Unterstützung des Alltagsgeschäfts zu nutzen, und noch lange nicht ausgeschöpft. Warten wir ab, wie sich KI und Machine Learning 2024 weiterentwickeln und im Alltag der Affiliate-Branche integrieren.

Trotz des Innovationspotenzials, das viele Marketer durch die Nutzung von KI erkennen, stehen alle unveränderlich vor großen Herausforderungen: den Browsersanktionen und dem damit verbundenen Ausweichen auf solidere Trackingoptionen. Die Entwicklung des Feldes könnte in diesem Jahr zum ersten Mal seit Jahren Fahrt aufnehmen, denn sowohl Browser als auch die EU-Kommission üben immer stärker Druck durch verschärfte Einschränkungen auf Affiliate Marketer aus.

Die Top-Trends 2024 aus Sicht von Awin

Hinsichtlich der Reihenfolge der zehn gelisteten Trends könnte man meinen, dass das Netzwerk Awin seine Prioritäten bei den Themen etwas anders legt als es im Affiliate Trend Report der Fall ist. Zwar kommen bei Awin auch KI und Serverside Tracking im Rahmen der Cookie-Sanktionen nicht zu kurz. Allerdings bringt das Netzwerk neuen Wind in den Pool aus immer gleichen Beiträgen, Reports und Berichten zu den Trendthemen der Branche. Sie heben vor allem die Creator-Affiliate-Programme und den Konkurrenzkampf zwischen TikTok und Amazon, die um die Krone als beste Marktplatz- und gleichzeitige Werbeplattform kämpfen, hervor. Wir sind gespannt.

Darüber hinaus thematisiert Awin weitere Trends und Prognosen hinsichtlich des Programmatic Advertisings: Dazu gibt es Studien, die zeigen, dass die Investitionen in 1:1-Werbemaßnahmen nahezu unskalierbar sind. Das lässt vermuten, dass in 2024 mehr Investitionen in den Affiliate-Kanal fließen werden. Auch spannend an dem Beitrag über die Top Trends der Branche sind die Risiken und Herausforderungen, die Awin in den Bereichen KI und Nachhaltigkeit aufführt. Ein absolut lesenswerter Beitrag, der auch mal anderen Trend-Themen Aufmerksamkeit schenkt.

Die Pläne der EU-Kommission in Sachen Cookie-Banner

Ein Thema, das ideal an die Trends des Jahres anknüpft und für neue Furore in der Branche sorgt, sind aktuelle Gespräche und Gerüchte rund um das Thema Cookie-Sanktionen. Denn neben vielen Usern des World Wide Webs, ist auch die EU-Kommission wenig begeistert von dem Konzept der Consent-Abfrage und möchte dagegen vorgehen. Der Plan ist es nicht, Cookie-Banner vollkommen abzuschaffen, sondern das ständige Abfragen der Einwilligung zur Nutzung von Cookies einzudämmen. Demnach sollen Nutzer*innen Cookie-Banner nur einmal jährlich ausgespielt werden. Dadurch soll zum einen gegen die wachsende Langeweile und zum anderen gegen Impulsbestätigungen der Abfragen vorgegangen werden.

Ob die EU-Kommission den Vorschlag eines 365-Tage-Consents in die Tat umsetzt, steht noch in den Sternen. Bis dahin gilt es trotzdem, sich als Affiliate Marketer stärker denn je mit umfassenderen Tracking-Alternativen zu beschäftigen, um für das Risiko hoher Datenverluste gewappnet zu sein, wenn das Cookie-Consent für das ganze Jahr nicht bestätigt wurde. Was haltet ihr vom Plan der EU-Kommission und wie geht ihr als Affiliate Marketer dagegen vor? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

Die EU-Kommission möchte das ständige Abfragen der Einwilligung zur Nutzung von Cookies eindämmen.

Ad-Blocker: Traffic monetarisieren

Als würden die Restriktionen der Cookies und Browser uns nicht schon genug Sorge bereiten, sind ein weiteres Problem im Affiliate Marketing auch die altbekannten Ad Blocker. Der Hype um das Installieren von Ad Blockern auf Nutzerseite nahm seit 2015 richtig an Fahrt auf. Seitdem stieg die Anzahl der Installationen von Online-Werbeblockern immer weiter an. Sie werden vor allem von jüngeren Usern genutzt. Vor allem Werbeanzeigen in Form von Videos sowie blinkende oder Bildschirm-füllende Banner werden von den Tools blockiert. Damit stellen sie insbesondere für das Segment Display-Werbung ein großes Problem im Affiliate Marketing dar, die durch das Blockieren weder getrackt noch monetarisiert werden können.

Die Lösung für das Problem können Plug-ins, wie Ad Inserter Pro, sein. In einer Case Study wurde das Plug-in für Adsense-Anzeigen in schreiben.net-Artikeln genutzt, um höhere Erlöse im Vergleich zu automatisierten Google-Anzeigen zu erzielen. Ad Inserter Pro zeigte sich damit im Test als durchaus nützliches Tool im Kampf um Datenverluste durch Ad Blocker. Weitere Infos zur Case Study und Ad Inserter Pro findet ihr direkt im Beitrag von trending.de.

Merchants

Podcast-Empfehlung: Ausbildung in der Affiliate-Branche

Die größten Herausforderungen im Affiliate Marketing sind zum einen, ausgebildetes Fachpersonal zu finden, und zum anderen ist es die Ausbildung selbst. Umso wichtiger daher, dass unsere Branche sich mehr damit auseinandersetzt. Nawid Company von Next Level Affiliate hat in einer aktuellen Podcastfolge mit Matthias Moldenhauer, Sales Operatives Director bei Adcell, über die Ausbildung im Affiliate Marketing gesprochen. Themen der Folge sind u. a. das Ausbildungssystem in Deutschland und die Schulungsmöglichkeiten und Strategien, um effektiv in der Affiliate-Branche ausbilden zu können.

Ein aus unserer Sicht sehr wichtiges Thema. Solltet ihr euch auch für einen Einstieg ins Online Marketing interessieren, können wir euch auch unsere Stellenangebote, u. a. die kaufmännische Ausbildung im E-Commerce (m/w/d), ans Herz legen. Mehr Infos findet ihr hier.

Thementipps für die folgenden Monate

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