Als Twitter im April 2010 in seinem Blog ankündigte, Tweets zu monetarisieren, war das aufgrund der rasant wachsenden Reichweite und Beliebtheit des Micro Blogging Services für erfahrene Online Marketer sicherlich keine große Überraschung. Es war nur eine Frage der Zeit, bis Twitter beim Schalten bezahlter Werbung anderen Sozialen Medien wie YouTube und Facebook folgt.
Mit ‘Twitter’ getaggte Artikel
Werben auf Twitter
Montag, 30. Januar 2012Favorisierte Tweets
Dienstag, 24. Januar 2012Mit Sicherheit ist jedem Twitter-Nutzer schon einmal dieser kleine Stern aufgefallen, der erscheint, wenn man mit dem Mauszeiger über einen Tweet fährt. Er befindet sich direkt neben dem Button zum Retweeten und Antworten. Aber was genau bedeutet dieser Stern und wozu lässt sich die damit verbundene Funktion „Favorisieren“ nutzen? Dieser Beitrag versucht etwas Licht ins Dunkel zu bringen. (weiterlesen…)
Social Media in Infografiken
Freitag, 11. November 2011Immer wieder suchen wir die neuesten Statistiken und Zahlen zum Thema Internetnutzung allgemein und Social Media im Speziellen zusammen. Schwierig wird es dann, wenn man aus den Zahlenkolonnen eine interessante Übersicht zu den neuesten Informationen machen möchte. Informationsgrafiken, besser bekannt als Infografik, präsentieren genau diese Gesamtzusammenhänge. Der Trend, der wie so vieles aus den USA zu uns kam, verbreitet sich. Wir haben nun aus der Vielzahl einige der informativsten und interessantesten Infografiken zusammengesucht.
10 Anzeichen, dass du Twitter-Nachhilfe brauchst
Freitag, 29. April 2011Nachdem wir uns bereits intensiv mit den potenziellen Symptomen für akut benötigte Hilfestellungen mit Google Adwords beschäftigt haben, wenden wir uns diesmal den sozialen Medien zu. (weiterlesen…)
Kleine Vokabelstunde mit Twitter
Donnerstag, 26. November 2009Von den einen geliebt, von anderen gehasst – Twitter beschäftigt uns immer wieder.
Um den Mikroblogging-Dienst entstanden in der vergangenen Zeit kontinuierlich neue Wortkreationen. Um ein wenig Licht ins Dunkle zu bringen, wollen wir heute einige Begriffe aus dem Twittversum erklären.
Ist man neu auf Twitter, wird man als Neweeter bezeichnet. Damit das nicht so bleibt, sendet man erste Tweets an seine virtuellen Twiends. Doch nicht übertreiben! Die Grenze zum Twammer und zum Tweetaholic ist fließend. Einmal als Twammer, also Twitter Spammer, entlarvt, schwinden die Follower. Gut, dass man sie mit dem Tool Qwitter aufspüren kann.
Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollten die Tweets also gehaltvoll, interessant und vielleicht sogar poetisch sein. Denn dann werden sie von Twitkrit zur Perle der Twitteratur ernannt. Welch Ehre!
Eine Ehre, die wahrlich nicht jedem Twiterati zuteil wird. Dabei gibt es sogar zahlreiche Hilfen um sein Twitterkönnen auszubauen: die Twitt´Academy oder der Twittcoach haben sich darauf spezialisiert, professionelle Twitter-Anleitungen zu lehren. Schließlich gilt auch auf der Twitterplattform eine gewisse Etikette – die Twitterquette.
Wem das jetzt alles zu unreal ist, der kann sich beim nächsten Twittwoch oder Twittagessen mit anderen Twitter-Fans treffen oder gar die Twittnite durchfeiern. Natürlich verabredet man sich vor so einem Event standesgemäß per Twitvite.
Und nein, auch zum heiligen Fest werden wir nicht von Twitter verschont. Denn daheim neben dem Kamin lauert schon der Twitventskalender und der Twitventskranz verbreitet warmes Kerzengeflacker.
So, das reicht für heute. Unsere Vokabelstunde ist vorüber. Wissbegierige können gern im Twittonary weitere Twitter-Fachbegriffe büffeln und damit bei ihren ahnungslosen Mitmenschen auftrumpfen.
Twittergemäß verabschieden wir uns mit einem: “Ciao twit fam”!
Warum eigentlich twittern?
Montag, 26. Oktober 2009
“Was ist denn das überhaupt?”, “Muss man da nicht aufpassen, wenn man jetzt mittlerweile alles über sich im Internet preisgibt?”, “Ist das nicht gefährlich/überflüssig/sinnlos/nervig/…?”
Das Wissen und Unwissen über die neue Mentalität des Zwitscherns ist sehr unterschiedlich. Während die einen noch nie etwas von Twitter gehört haben, gehen andere ohne sich dank spezieller Twitter Clients für mobile Geräte wie iPhone & Co. im Sekundentakt auf dem Laufenden halten zu lassen nicht mehr aus dem Haus. Besser gesagt: sie lassen sich vorher erst noch über das Wetter, Nachrichten, Verkehrsstatus (Folgen Sie unauffällig der @s-bahn berlin) und die Börsenkurse durch @Boerse informieren, bevor sie im virtuellen Ernährungstagebuch festhalten, was sie gerade gegessen haben…
Über Sinn und Unsinn des Zwitscherns wird gestritten. Doch die aktiven Twitterer sind hier im @projecter-Büro klar in der Überzahl. Es folgt die ultimative Umfrage: Warum twittert ihr (nicht)?
Julia alias @julius1983:
“Wenn ich mir so anschaue, wem ich folge, lassen sich daraus drei Kategorien bilden. Twitter ist in erster Linie Nachrichten-Ticker, der mir kurze Häppchen liefert. Bei Bedarf lese ich mehr. Daneben nutze Twitter um mit Leuten in Kontakt zu bleiben, zu denen ich sonst keinen Kontakt hätte. Das sind vorrangig ehemalige Kommilitonen. Nach dem Studium trennten sich unsere Wege. Über Twitter erfahre ich, wie es ihnen geht, was sie gerade beschäftigt und kann bei Bedarf schnell einen Kommentar hinterlassen. Auf der anderen Seite folge ich Leuten, die ich sehr interessant finde. Über sie erfahre ich, wie gerade die aktuelle Messe oder der Congress läuft, zu dem ich leider nicht fahren konnte. Auch wenn es für andere unsinnig erscheint, aber ja, mich interessiert, bei welcher Podiumsdiskussion z.B. Sascha Lobo gerade sitzt. Für mich liefert Twitter also kleine Details aus dem Alltag interessanter Menschen.”
Jasmin: Twitterst du eigentlich?
Krischi: Nope, ist nich so meins ![]()
Jasmin: Und warum nicht? ![]()
Krischi: Bin da noch Web 1,5.
Jasmin: ![]()
Krischi: Naja, alles irgendwelche Banalitäten… und ich habe keine Firma, die ich promoten müsste. Privat find ich’s nicht gut. Ich will andere Leute nicht damit nerven, wo’s mich gerade juckt…. und das auch nicht von anderen wissen
Für SMM geht das aber natürlich klar als Kanal.
Mit Twitter könne man nicht nur aktuellste News erfahren, meint Projecter-Geschäftsführerin Katja (@katjavonderburg), teilweise noch deutlich früher als in den herkömmlichen Nachrichtenblogs auf Netvibes etc., sondern auch die lesenswertesten Blogbeiträge herausfiltern, indem man sich von Retweets und “via”-Mentions leiten lässt.
Außerdem könne man auch Fragen stellen, sich bei anderen Empfehlungen holen, z.B. welche Apps lohnend sind oder wo man bestimmte Sachen runterladen kann usw.
Das sei der Vorteil dessen, dass sich zu großen Teilen Experten dem Twittern widmen und “die Szene” regelrecht unter sich ist. Natürlich muss man Spam-Follower auch immer mal aussortieren, aber wenn man sich erstmal einen Stamm von interessanten Twitter-Usern und Followers aufgebaut hat, ist das eine sehr nützliche Form des Web 2.0. Ihre Tweets tragen übrigens das Kürzel “KB”.

“Am Anfang gab es mal den Vorsatz, nur Dinge zu twittern, die für andere auch interessant sind”, erzählt Steffi (@steff_). “Dann kam es soweit, dass ich gar nicht mehr getwittert habe, weil ich alles so kritisch hinterfragt hab ob das andere interessiert. Jetzt twittere ich Sachen, die mir gut gefallen, die für andere interessant sind, oder lustige und aufregende sachen aus meinem Leben.
” Jedoch ist sich Steffi auch der Risiken bewusst und würde deswegen nie aus dem Urlaub twittern, während andere dann ihre Wohnung ausräumen… Für den Projecter-Blog twittert Steffi alias “SR”.
Simon alias @skplusm:
“Anfangs wollte ich Twitter einfach mal ausprobieren und sehen, ob das neue Kommunikationsmittel auch hält, was so mancher “Experte” verspricht. Mittlerweile sehe ich Twitter als weitere Möglichkeit, um im schnelllebigen Internetgeschäft auf dem neusten Stand zu bleiben. Weiterer Vorteil ist, dass ich meinen Twitter-Client mit andere Social Media Plattformen verbinden und somit das Handling dieser effizienter gestalten kann.”

“Nur als Firma um uns bekannter und interessanter zu machen”, nutzt Projecter-Geschäftsführer Patrick Twitter. “Für manch einen Tweet wäre ein privater Account sicherlich sinnvoller, aber am Ende ist es mir dann doch nicht allzu wichtig.” Vor zwei Jahren hat er einen privaten Account angelegt, der aber seitdem brach liege. Interessanten Leuten folgt er über den @projecter-Account. Tweets von ihm können durch das Kürzel “PH” enttarnt werden
Wer twittert denn da? Wer ist @projecter?
Montag, 19. Oktober 2009
In den letzten Wochen ist es vermehrt zu folgenreichen Verwechslungen, Missverständnissen und Doppeldeutigkeiten gekommen, weshalb wir uns gezwungen sehen, Stellung zu beziehen und das Mysterium aufzuklären. ![]()
Unsere Follower werden sich schon länger die Frage stellen: Wer twittert denn da eigentlich? Können die ganzen Tweets über Blogbeiträge, Veranstaltungen oder auch Updates zum Thema Fußball, Nachrichten, Produkten und Tools, Flughafen- und Zugunannehmlichkeiten, Mittagessendienstleistern usw. von einer einzigen Person stammen?
Nein, natürlich nicht. ![]()
Damit es in Zukunft zu weniger Verwechslungen kommt, die Zuordnung der Tweets zum jeweiligen Projecter-Mitglied etwas leichter fällt, wollen wir heute kurz vorstellen, wer da twittert…
Zuerst einmal wäre da Katja. Die Geschäftsführerin und Gründerin von Projecter twittert (oft auch zu völlig unchristlichen d.h. nächtlichen Stunden) über interessante Blogbeiträge oder hält unsere Followers über Veranstaltungen wie auch schon zum Idelab als menschlicher Live-Ticker meist per iPhone auf dem Laufenden. Sollte das Kürzel “KB” eine Verwechslung zukünftig vermeiden? Es wird sich zeigen. ![]()
Dann wäre da noch Patrick, der immer mal während oder nach Fußballspielen, besonders, was Hertha angeht, einen Tweet abschickt. In Zukunft könnten seine Tweets durch das Kürzel “PH” identifiziert werden…

Steffi twittert auch immer mal in Vertretung oder einfach so. Tweets über Beobachtungen von Katastrophen, die sich hier vorm Projecter-Bürofenster abspielen, das interne Bürogeschehen oder auch Updates über von ihr stammende Blogbeiträge können ihr zugeordnet werden. “SR” wird zukünftig auf ihre Tweets schließen lassen.
Ich kann mich natürlich auch nicht einfach so aus der Affäre ziehen: ich twittere auch dann und wann zu eigenen oder fremden Blogbeiträgen, Nachrichten und was sonst noch mitteilungswürdig erscheint. “JS” wird mein Kürzel sein und verrraten, dass ein Update von mir stammt.
Rückblick aufs Idealab 2009
Dienstag, 13. Oktober 2009Wie schon im letzten Jahr hat Projecter (in diesem Fall Katja und Steffi) am Wochenende dem Idealab an der WHU in Vallendar einen Besuch abgestattet.
Nachdem wir auf einer denkbar stockdusteren und abzweiglosen “Abkürzung” unser Hotel mit dem klangvollen Namen “Alexander von Humboldt” gefunden hatten, starteten wir am Freitag halbwegs ausgeruht und noch mit dem Klang der im Viertelstundentakt durch Vallendar ratternden Güterzüge im Ohr (direkt vor dem Hotelfenster) in den ersten Tag Idealab. Der begann wie üblich mit der Eröffnungsrede von Oliver Samwer, die er fest abonniert zu haben scheint
Die Rede fiel dieses Jahr etwas gemäßigter und weniger alarmierend aus als letztes Jahr (Es kommen keine harten Zeiten auf uns zu, sondern verdammt harte!), enthielt aber ansonsten die üblichen Kernaussagen: Man kann als Gründer im Internetbereich jung und unerfahren sein und trotzdem schnell Erfolg haben bzw. ein “Star werden”. Wenn man dann noch an der WHU studiert hat, männlich, zwischen 20 und 25 Jahren alt und ohne familiären Anhang ist, dürfte man voll ins Casting-Raster des EFF passen
Aber eines muss man Oliver Samwer wirklich lassen: Er versteht es, junge Leute zum Gründen zu motivieren – wie auch immer das dann am Ende konkret aussieht.
Danach ging es weiter mit dem Panel “Business Angel vs. VC”, welches das “vs.” erfreulich wörtlich nahm. Stefan Glänzer und Prof. Dr. Malte Brettel bildeten ein schlagkräftiges Argumentationsteam gegen David Kuczek von Holtzbrinck Ventures, der die VC-Seite vertrat. Die Argumente kamen pointiert und quasi in Zitatform, so dass unser Tweet-Aufkommen stark anstieg. Wann bekommt man schon soviele 140-Zeichen-Vorlagen am Fließband geliefert? Primär ging es um die übliche Praxis von VCs, Gründerteams auf eine bestehende Idee zu casten, wobei diese dann weit weniger als 50% der Anteile halten. Stefan Glänzer meinte dazu, dass man sich nicht mehr Gründer nennen kann, wenn man keine Mehrheit am eigenen Unternehmen hat und dass die Gründer die Ideen haben müssen und nicht die VCs: “Es ist Risikokapital, kein Sparkassenschweinchen-Kapital!” Auch Malte Brettel empfahl ehemalige Gründer als Frühphasen-Investoren, da diese nicht nur Kapital, sondern auch wertvollen Input liefern könnten, während es von VCs in der Regel einfach “nur” Geld gäbe. Beide vertraten den Standpunkt, dass das Gründen von Copycats in Deutschland aufgrund der ausreichende Marktgröße leider recht erfolgreich ist, aber sicherlich nicht förderlich für die Entwicklung von echten Innovationen. Weitere Details aus dem Live-Ticker gibt es in unserer Twitter-Timeline nachzulesen ![]()
Sehr unterhaltsam verlief auch die Paneldiskussion “Gaming im Internet”, was vor allem auch der launigen Moderation durch Christian Weiß von gimigames zu verdanken war. Florian Heinemann von Rocket Internet war leider im Stau steckengeblieben und kam pünktlich zum Schluss der Diskussion, konnte aber noch für ein paar Lacher am Ende sorgen. Alle Teilnehmer des Panels waren sich einig, dass die Viralität von Online-Spielen eine Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Investment ist und nicht erkauft werden kann. Meistzitiertes Beispiel war hier das Pennergame, dessen rasanter Erfolg alle völlig überrascht hatte (“das am lausigsten umgesetzte Online-Spiel, das ich kenne”). Fazit: Die Idee und das Spielkonzept zählen, nicht tolle Grafiken oder glattpolierte Programmierung. Einig war man sich auch, dass Social Games z.B. auf Facebook nach wie vor der vorherrschende Trend sind, dass man aber gegen Branchengrößen wie Zynga (FarmVille, Mafia Wars) nur mit wirklich guten und frischen Ideen ankommen könne.
Bei den Elevator Pitches am Nachmittag sind uns besonders ZweiDabei (Online Speed-Dating mit Video) und Conangel positiv aufgefallen, deren iPhone-App zur mobilen Konferenzplanung wir bereits mit den Daten des Idealab live testen konnten. Clevere Idee, die mehrere Probleme löst, gut umgesetzt. Wir hoffen, mehr davon zu hören!
Die abschließende Panel-Diskussion zum Thema “Lifestyle im Internet” blieb trotz interessanter Teilnehmer wie Damian Doberstein von kupiVIP (dem russischen Brands4Friends) sehr farblos, so dass alle Teilnehmer ihre Redezeit primär zur Selbstdarstellung nutzen.
Höhepunkt des ersten Tages war nach dem sehr gelungenen Galadinner die Lounge in beeindruckenden Lokalitäten der WHU. Die Party wurde zu intensivem Netzwerken genutzt, wobei allerdings zunehmender Genuss der knallroten “Idealab”-Cocktails mit abnehmender Ernsthaftigkeit korrellierte. Leider waren gegen 1 Uhr alle Getränke alle (sogar das Wasser!!), so dass das Licht an- und die Musik ausging.
War vielleicht auch besser so, denn am Samstag ging es um 9:30 Uhr mit den Workshops weiter, wobei wir uns für die Generation 50+ mit dem Gründer der Sammel-Community Tamundo entschieden. Der Workshop förderte Interessantes zu Tage, wie zum Beispiel einfache Methoden der Conversion-Steigerung im Anmeldeprozess: Ein Siegel mit der Aufschrift “Offiziell in Deutschland angemeldetes Unternehmen” plus Bundesadler und deutscher Flagge wirkt in der Generation der Silver Surfer offenbar Wunder in Sachen Glaubwürdigkeit.
Bei der letzten Paneldiskussion, die wir uns anhören konnten, sollte es um das Internet als Kommunikationsplattform gehen. Allerdings hob die Diskussion hier nie so richtig vom Boden ab, weil sich alle Teilnehmer irgendwie dann doch immer recht einig waren (Kevin Eyres/Linkedin, Michael Brehm/ Ex-Studivz, Christian Vollmann/ MyVideo, edarling, Christian Gaiser/ KaufDA). Immerhin machte Christian Vollmann klar, dass er es keineswegs als Nachteil betrachten würde, wenn er Partybilder eines Bewerbers im Internent finden würde, sondern eher als Pluspunkt, so nach dem Motto: Wer nicht feiert, ist suspekt ![]()
An dieser Stelle war das IdeaLab für uns auch schon beendet, da wir noch eine längere Heimreise vor uns hatten. Beeindruckend war die sehr gute und professionelle Organisation der gesamten Veranstaltung inklusive eines luxuriösen Fahrservice, der uns bis nach Frankfurt kutschierte. Good work!
Was uns noch auffiel? Web 2.0 war weder praktisch noch theoretisch ein Thema, so dass wir bei Twitter mit dem Hashtag #idealab ziemlich alleine dastanden und nach einigen Stunden fast alle Mit-Twitterer persönlich kannten. Auch nach der Veranstaltung wimmelt es im Netz nicht gerade von langen Berichten oder Blogbeiträgen: Auf der Seite des Idealab selbst gibt es eine sehr detaillierte Zusammenfassung der Veranstaltung und aller Vorträge, bei Gründerszene einen kurzen Rückblick mit zahlreichen Fotos. Für sachdienliche Hinweise auf weitere Berichterstattung sind wir dankbar ![]()
Wir werden nächstes Jahr sicherlich wieder mit dabei sein, das Twitter-Fähnchen hochhalten und fleißig netzwerken. Und wenn sonst nichts hilft, um die auch in diesem Jahr magere Frauenquote anzuheben, bringen wir eben noch ein paar Projecter-Mitarbeiterinnen mit ![]()
Gepflegtes Zwitschern vs. nerviges Krähen – Die Top 10 der Twitter-Fehler
Freitag, 09. Oktober 2009
Nachdem wir unseren treuen und neuen Bloglesern die Vor- und Nachteile einiger Twitter-Clients enthüllt haben, wenden wir uns dieses mal den Don’ts des Twitterns zu.
# 1
Aus aktuellem Anlass folgte ich am Freitag @lichtfest2009 und stieß somit auf eines der Top-10-Don’ts des Zwitscherns: Was sollen bitte ca. 15 Test-, “Blaha”- und “Hallo”-Tweets für einen PR-Effekt auslösen? Peinlich, peinlich. Auch zu glauben, dass man zwei Tage vor dem Großevent mit Twitter noch viel reißen kann…
# 2
Verknüpfung mit Apps, die automatisch twittern – aus eigener Erfahrung sei gesagt: Man sollte Wetter-Apps nicht mal ausprobieren… Auch automatische Updates über Online Games können ungewollte Informationen preisgeben ![]()
# 3
Ego-Twittern (z.B. Follower-Zahlen mitteilen) und/oder dafür auch noch Follower-Dankbarkeit erwarten. Wie auch Klaus Eck meint (@prblogger), sind manche Dinge per Instant Messaging oder Email besser aufgehoben.
# 4
Wer nicht nur weiß, wie oft, sondern auch wie überhaupt, ist klar im Vorteil. Ungekonnte RT oder ungewollt publizierte Direct Messages sind peinlich…
# 5
Stephen Matthews empfiehlt, nichts zu twittern, das in den Medien nicht zitiert werden sollte. Also: Don’t tweet while drunk, auch von Sean Ludwig empfohlen (via @PCMag). Soll auch helfen, wenn man irgendwann mal wieder einen Job sucht.
# 6
Ein weiterer Fauxpas in der Twitter-Etikette ist ein Tweet oder RT ohne den Autor zu nennen. Also: immer schön RT @Urheber oder via … benutzen. (Siehe # 4!)
# 7
Automatisches Folgen: das Ergebnis kann eine ausufernde Following-List sein und ein schlechtes Image sein. Steve Matthews rät, das Verhältnis von Followers zu Following im Auge zu behalten. 200 Followers und 500 Following heißt: Twitter Spammer.
# 8
Sich für Twitter-Elite halten, weil man täglich 2 Tweets schreibt und liest. Noch schlimmer: sich dafür halten, aber über den Twitter-Hype aufregen. (Sagt: Struwwelpeter.)
# 9
Es gibt Themen, die weder jemanden etwas angehen, noch einen wissenschaftlichen Mehrwehrt für die Follower bieten: Essen, Trinken, Schlafen, Bad-Gewohnheiten, Haustiere… – LANGWEILIG! @oatmeal schreibt sogar, dass auch das Workout, Kinder und Konferenzen niemanden interessieren.
# 10
Wie schon in anderen Blogs (z.B. auf pcmag.com oder mediummagazin.de) erwähnt: Weder jedem Twitter folgen, der nicht bei 3 auf dem Follower-Baum ist, noch alles (nur) retweeten, noch alles hashtaggen. Die Dosis entscheidet. Tweets alle 2 Minuten sind einfach auch anstrengend.
Aber wären alle Tweets nur noch schrecklich relevant, sinnbehaftet und egoentleert, würde der Twitter-Welt auch etwas fehlen, meint Steffen Büffelvon den @blogpiloten.
Twitternde Politiker
Montag, 14. September 2009Nach dem spektakulären US-Präsidentschaftswahlkampf, in dem es Barack Obama verstand, durch verschiedene Online-Aktivitäten eine Gefolgschaft aufzubauen, erfreut sich Twitter auch bei deutschen Politikern wachsender Beliebtheit. Sie twittern von Parteikongressen, Familienausflügen und Büroalltag. In meiner soeben abgeschlossenen Bachelorarbeit zum Thema “Twitter in der politischen Kommunikation” habe ich die Twitter-Aktivitäten von 15 Politikern auf Landtagsebene beobachtet und analysiert.
Twitter ist dafür prädestiniert, auf Augenhöhe zu kommunizieren, einen Dialog mit seinen Followern zu führen und neben sachlichen auch private Details zu offenbaren. Damit bietet sich für Politiker die Chance, unabhängig von Parteiprogrammen und Wahlkampffloskeln, direkt mit den Bürgern zu kommunizieren. Der Politiker wird greifbarer, menschlicher. Ja, es kann für einen Wähler von Interesse sein, ob der Wunschkandidat ein ebenso großer Pferdenarr oder passionierter Jogger ist wie man selber. Eine gewisse Identifikation mit dem Politiker spielt oft eine wichtige Rolle bei der eigenen Wahlentscheidung.
Nun habe ich in meiner vierwöchigen Beobachtung festgestellt, dass der Großteil der beobachteten politischen Akteure Twitter nicht als Dialogmedium verstand. Sie twitterten fleißig und viel. Doch die meisten Meldungen waren verkürzte Pressemitteilungen. Private Tweets und Dialogbereischaft waren selten. Schade eigentlich, denn eine authentische, offene Kommunikation per Twitter könnte den Wahlkampf um einiges interessanter machen. Im Wahlkampf 2009, da sind sich auch die interviewten Experten einig, wird Twitter keine entscheidende Rolle spielen.
Aber es bleibt spannend. Der nächste Wahlkampf kommt ganz sicher. Betrachtet man die zunehmende Beliebtheit von sozialen Netzen, lernen hoffentlich auch deutsche Politiker, sich in diesen zu engagieren und eine offene Kommunikation zu schätzen. Das wäre eine Bereicherung für alle Beteiligten, dessen bin ich mir sicher!






