Affiliate-Auslese September 2019

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Auch im September war das Thema Cookies – und nein, es geht nicht um schmackhafte Kekse – in aller Munde. Für die Branche natürlich ein wichtiges Thema, weshalb neue Tracking-Möglichkeiten eine gern gesehene Abwechslung sind.

Neuigkeiten der Branche

Bounceless Tracking bei Awin

Dass das Ende des Cookies naht, sollte mittlerweile klar sein. Das EuGH-Urteil, das wir in der nächsten Auslese für Oktober beleuchten werden, ist nur ein Beispiel dafür, warum das Thema wichtiger denn je ist. Der Umgang mit Daten wird immer strikter. Bisher haben wir seitens der Netzwerke Innovationen vermisst, die ebenjene Gefahren abwenden könnten. Nun hat Awin im September das Bounceless Tracking bekannt gegeben, das eine sichere und User-fokussierte Tracking-Methode darstellen soll. Mit Hilfe des MasterTags, der auf der Advertiser-Seite einzubauen ist, und dem Tracking Optimisation Plugin im Publisher MasterTag soll jeweils die bestmögliche Trackingmethode dynamisch und individuell für den Publisher, Advertiser und Endkunden gewählt werden. Das Bounceless Tracking wiederumentfernt die Weiterleitung des Netzwerks. Der Nutzer wird dabei direkt zum Advertiser weitergeleitet, das Tracking wiederum wird dank der beiden MasterTags im Hintergrund vollzogen. Mehr Informationen finden sich hier: http://wiki.awin.com/index.php/Publisher-MasterTag. Ende September soll es losgehen – wir sind gespannt und werden mit mehr Infos zeitnah folgen.

Evergreen: Neue Vermarktungsquellen für Verlage

Ein Trend, der sich auch in Deutschland zeigt – das New York Magazin geht neue Wege in der Monetarisierung und launcht eine Plattform, die Produkte mit hochwertigen Artikeln empfiehlt. Im Prinzip kennen wir das ja bereits: Der Traffic wird dabei durch Affiliate Links vergütet, die auf Online Shops verlinken. Somit kann die aktuelle Reichweite der Verlage besser genutzt werden, was in einer Win-Win-Situation mündet – sowohl für die Advertiser als auch für die Verlage. Der Hintergrund dürfte allen klar sein: Das Anzeigengeschäft ist rückläufig, die Zahl der Abonnenten geht zurück und viele Leser konsumieren die Inhalte (kostenlos) online. Zwar gibt es Paywalls, die Artikel erst im Bezahlmodell lesbar machen, doch die Nutzung dieser dürfte sich bei der großen Masse in Grenzen halten. Neben diesen Maßnahmen ging es in der Auslese von August um eine weitere Monetarisierungsmöglichkeit – nämlich die Nutzung von White-Label-Affiliates aus dem Gutscheinbereich.

Qualifikation im Affiliate Marketing

In einem neuen Artikel der Serie „Wahrheit über Affiliate Marketing“ geht es auf kolumne24.de dieses Mal um die Qualifikationen im Affiliate Marketing. Für Tibor ganz klar die Hauptursache für schlechtes Affiliate Management, wobei es vor allem um die Bereiche Advertiser, Agentur und Netzwerk geht. Fehlendes Wissen, keine Motivation, mangelnde Weiterbildung oder Gewinndruck – dies sind nur ein paar Beispiele dafür, wie es an der einen oder anderen Stelle ums bzw. im Affiliate Marketing steht. Übrigens: Das lässt sich natürlich auch auf alle weiteren Online Marketing Disziplinen übertragen, denn auch im SEA oder SEO gibt es keinen Ausbildungsberuf oder ein Fach, welches sich dem Thema granular widmet.

Als Agentur haben wir uns nicht umsonst dem Thema Ausbildung verschrieben und mit unserem Affiliate Marketing eBook unser Wissen öffentlich zugänglich gemacht. Ebenfalls ein wichtiger Teil der Ausbildung bei uns in der Agentur: Jeder Trainee, der bei uns anfängt, durchläuft in den ersten sechs Monaten alle Abteilungen. In dieser Rotation gibt es neben einer fachlichen Ausbildung und Einblicken in den jeweiligen Bereich auch die Möglichkeit, aktiv an Kunden-Accounts mitzuarbeiten. Vor allem für das Affiliate Marketing ist dies ein wichtiger Punkt, um auch im SEO bzw. SEA ein solides Grundlagenwissen zu haben. Aus Agentursicht ein wichtiges Investment, das auch bei Fachkräftemangel aufrecht gehalten werden sollte, denn: siehe oben! Warum ein Investment? Die Trainees stehen beim Rotationsmodell erst nach etwa einem halben Jahr in der eigentlichen „Ziel“-Abteilung zur Verfügung. Zusätzlich werden interne Ressourcen für die Ausbildung und Betreuung der Trainees gebunden. Kurzfristig bei knappen Ressourcen manchmal ein hart erkämpfter Luxus, mittel- bis langfristig aber mehr als sinnvoll, da nur so bleibende bzw. steigende Qualität in unserer Arbeit gewährleistet werden kann.

Black Friday und Cyber Monday als Umsatztreiber

So lange ist es nicht mehr hin und Black Friday und Cyber Monday stehen vor der Tür. Obwohl die beiden Shopping-Tage, die historisch stets nach Thanksgiving stattfinden, im amerikanischen Raum zu finden waren, haben sie längst den Weg nach Europa geschafft und sind nun auch seit längeren in Deutschland fest verankert. Lassen wir die aktuellen rechtlichen Streitigkeiten außen vor, so lässt sich Folgendes sagen: Von Jahr zu Jahr scheint dieses Thema mehr und mehr bei den Verbrauchern anzukommen. So ist das Verkaufsvolumen zu diesen Tagen in den letzten fünf Jahren im Schnitt um 11% gestiegen, wobei vor allem Millenials, d.h. Nutzer zwischen 18-24 Jahren, am meisten Geld ausgeben. Top-Produkte sind übrigens Kleidung und Elektronik, gefolgt von Kosmetik. Im letzten Jahr zeigte sich: 25% der Deutschen wollen am Black Friday zuschlagen und im Schnitt liegt das veranschlagte Budget bei ca. 300€.

Umso wichtiger ist, dass Advertiser sich schon jetzt in den Endzügen ihrer Planung befinden. Warum? Dann ist noch Zeit, um die Angebote zielgerichtet platzieren zu können. Wie die KollegInnen von affiliateblog.de aber anmerken: Es sollte stets strategisch geplant werden, um etwaige Kannibalisierungseffekte und vor allem Rabattschlachten zu vermeiden.

Publisher

SEO und Affiliate Marketing – eine Hassliebe?

Die Mär vom „schnell und hektisch reich werden dank Affiliate Marketing“ führen wir gar nicht weiter aus. Denn es gehört viel Zeit, Mut und Ausdauer dazu, um vor allem als Nischenseitenbetreiber erfolgreich zu sein. In einem interessanten Interview mit vier SEO-Experten geht es auf affiliate-deals.de genau um das Thema organische Reichweite: Lohnt sich SEO noch für Affiliates und was sind etwaige Stellschrauben? Darüber haben sich Malte Landwehr von Searchmetrics, Christian B. Schmidt von Digitaleffects, Maximilian Wenzel von complex economy und Sammy Zimmermann ausgetauscht.

Die kurze Zusammenfassung:

Ja, es lohnt sich bzw. kann sich lohnen. Vor allem bei neuen Themen, wie z.B. eScooter-Versicherungen, können (Nischen-)Seiten aktuell schnell an Reichweite gewinnen. Wichtig ist jedoch: Content is King – und das gilt vor allem für SEO-Affiliates. Doch ohne Strategie, Zielgruppe und Analysen kann der Content erst gar nicht erstellt werden. Was außerdem beachtet werden sollte: Die fortlaufende Entwicklung hin zum Thema Voice Search. Es geht zwar auch weiterhin darum, Fragen der Nutzer zu beantworten, jedoch gewinnt im Zeitalter von Alexa, Siri und & Co. eben nur der, der seine Inhalte an die technischen Anforderungen angepasst hat. Das heißt, dass eben nur genau ein Suchergebnis den „Zuschlag“ bekommt und via Voice Search ausgespielt bzw. genannt wird.

Bildformate: Welches ist das Richtige?

Es gibt eine Reihe von Bildformaten, die aktuell im „Neuland“ Internet genutzt werden. Peer Wandiger von selbstständig-im-netz.de widmet sich in seinem Blogartikel genau diesen und führt an, wann JPG, PNG, GIF oder auch WebP genutzt werden sollten. Unterschiede zeigen sich vor allem bei der Nutzung von Fotos bzw. Grafiken:

  • JPG – Fotos
  • PGN – Grafiken mit Texten oder Objekten
  • SVG – Logos Icons
  • WebP – Alternative, jedoch nicht unterstützt bei Safari
  • GIF – Animationen

Verklickt & Zugenäht: Shoop, das gallische Dorf im Römerreich

In unserem Podcast „Verklickt & Zugenäht“ hatten wir Veit Mürz, Geschäftsführer von Shoop, zu Gast. Dabei ging es u. a. um Traffic-Quellen, weitere Möglichkeiten des Wachstums sowie um Influencer Marketing. Dank letztgenanntem konnte das Vertrauen und somit auch die Reputation von Cashback-Anbietern nachhaltig gesteigert werden.

Unsere Geschäftsführer Steffen zusammen mit Veit von shoop.de

Merchants

E-Mail Kampagnen im Affiliate Marketing

Ein oft komplett ausgeklammerter Bereich im Affiliate Marketing sind E-Mail Affiliates, die die Customer Journey adäquat unterstützen können. Im Prinzip geht es darum, dass ein Advertiser von den (natürlich via Double-Opt-In generierten) E-Mail-Listen des Partners profitieren und an diese (eigene) Newsletter verschicken kann. Die KollegInnen von xpose360 beleuchten in ihrem Artikel genau dieses Thema und zeigen Punkte auf, die zu berücksichtigen sind.

Die große Krux – und das können wir unterschreiben – ist die Verhandlung der Provisionen. Möchte der Partner natürlich gerne auf TKP, sprich auf Tausenderkontaktpreis, abrechnen, gilt es auf Advertiser-Seite mehr in Richtung Performance zu gehen. Bis auf einige Ausnahmen, bei denen wir als Agentur die Kampagne auf reiner CPO- bzw. CPC-Basis abgerechnet haben, sind hybride Modelle notwendig. Das heißt, dass neben einem niedrigen TKP ein CPO oder ein CPC fällig ist.  Als ratsam hat sich erwiesen, die Kampagne mit einem Incentive, d.h. einem Hebel wie einem 10€ oder 10% Gutschein zu versehen, der dann gleich bei der Kalkulation berücksichtigt werden sollte.

Fünf Taktiken, um mit Facebook im Affiliate Marketing zu profitieren

Die KollegInnen von AM Navigator widmen sich in Ihrem Artikel Möglichkeiten, wie Facebook im Affiliate Marketing eingesetzt werden kann. Wer ad hoc an die Nutzung von Social Media Affiliates und Communities denkt, der liegt nicht 100% richtig. Vielmehr geht es darum, die Facebook Profile aufzubohren und (potentielle) Affiliates im größten sozialen Netzwerk mit mehr als 2.38 Mrd. Nutzern zu erreichen. Folgende Schritte gilt es dabei zu berücksichtigen:

  1. Facebook Insights nutzen: Ist die Zielgruppe der Seite bekannt (Alter, Geschlecht, Wohnort, …), kann diese Information wiederum für die Erstellung von Landing Pages genutzt werden. Auf diesen können nicht nur die Vorteile, sondern auch Verdienstmöglichkeiten genannt werden.
  2. Landing Pages in Facebook erstellen: Die Landing Pages können direkt auch via Facebook erstellt werden, um einen „Medienbruch“ zu vermeiden und im Facebook-Kosmos zu bleiben.
  3. Landing Page bewerben: Um Reichweite zu generieren, kann die Landing Page mit Posts befeuert werden. Zusätzlich dazu kann eine Facebook Gruppe rund um das Thema Affiliate Marketing ratsam sein. In dieser können Neuigkeiten und Aktionen verbreitet werden.
  4. Influencer mit ins Boot holen: Es gibt schon Influencer, die erfolgreich mit euch im Affiliate Marketing zusammenarbeiten? Dann nutzt diese doch gleich, um auf eure Aktivitäten oder auch die Landing aufmerksam zu machen.
  5. Reichweite via Ads einkaufen: Ist die Grundlage geschaffen, kann via Facebook Ads die Reichweite erhöht werden.

Angemerkt sei, dass sich ein solches Vorgehen nicht unbedingt für alle Advertiser und Marken eignet. Vor allem für kleinere Shops dürfte der Aufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen. Vielmehr zielt die Strategie auf Shops ab, die z.B. digitale Produkte (Kurse, Seminar, …) oder „Influencer-lastige“ Sortimente (Schmuck, Tee, …) vertreiben, die sich ideal via Facebook oder Instagram vertreiben lassen.

Mit oder ohne Agentur: Wo kann eine Agentur unterstützen?

Die Frage, ob ein Partnerprogramm Sinn macht, haben wir bereits ausführlich in einem Blogartikel beantwortet. Im Artikel von AM Navigator geht es nun darum, wann und vor allem wie eine Agentur unterstützend zur Seite stehen kann. Vor allem zum Start des Programms und dem technischen Setup ist eine Agentur ein wichtiger Begleiter (Setup der Tracking Pixel, Trackingtests, …) Nach dem Start, d.h. in den ersten Wochen, kann das Unternehmen von der Expertise und vor allem den Kontakten profitieren, um schnell an Partnern und somit Reichweite zu gelangen. Der Mythos, dass ein Partnerprogramm auch ohne Betreuung wächst und läuft, wurde ja bereits „entzaubert“. Dementsprechend gilt es, fortlaufend ein Auge auf die Entwicklung des Programms zu haben:

  • Sind betrügerische Maßnahmen, wie z.B. Typosquatting oder Brand Bidding bzw. Brand Hijacking im Gang?
  • Warum geht das Volumen über Top-Partner zurück?
  • Wie kann die Zusammenarbeit mit Top-Partnern gesteigert werden?
  • Welche neuen Modelle oder Partner können meine Umsätze steigern?

Im Prinzip muss seitens des Advertisers im ersten Schritt überlegt werden, ob ein Outsourcing und somit das Beauftragen einer Agentur im Affiliate Marketing kostenseitig möglich ist. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass Affiliate Marketing – wie schon erwähnt – eine Disziplin im Online Marketing ist, die von den persönlichen Beziehungen lebt. Und das kann wiederum nicht auf die Schnelle intern abgedeckt werden.

Thementipps für den Oktober:

  • Wechsel auf Winterreifen
  • Beginn der Erkältungszeit – Hatschi!
  • Internationaler Hundetag: 10. Oktober
  • Umstellung auf Winterzeit: 27. Oktober
  • Tag des Internets: 29. Oktober
  • Weltspartag: 30. Oktober
  • Reformationstag: 31. Oktober
  • Halloween: 31. Oktober

Wer keinen Termin mehr verpassen möchte, sollte sich unseren Online Marketing Kalender für 2019 direkt in sein Kalender-Tool importieren.

Johannes ist im Oktober 2014 als Trainee im Projecter-Team aufgenommen worden. Seit er 2018 die Leitung des Affiliate-Marketing-Kanals übernommen hat, fokussiert er sich auf die strategische Weiterentwicklung des Kanals und hält stets Ausblick nach neuen Publisher-Modellen, die den Marketing-Mix unserer Kunden an der richtigen Stelle ergänzen. Während seines BWL-Studiums hat er bereits erste Erfahrungen im Online-Marketing gesammelt. In mehreren Praktika konnte Johannes schon in die Tiefen von Google Ads, Microsoft Advertising & Co. abtauchen und seine Kenntnisse weiter ausbauen.

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