“Corona war meine Rettung.” Der Projecter Corona Report.

“Corona war meine Rettung. Sonst hätte ich die letzten zwei Jahre nicht so hingebracht”, erklärt Johanna, Trainee im Affiliate Marketing bei der Projecter GmbH. In der Zeit der Pandemie studierte die 27-Jährige Betriebswirtschaftslehre im Master, arbeitete als Werkstudentin in unserer Agentur und hat Ende 2020 ihr erstes Kind bekommen. Ohne die Pandemie und die Möglichkeit des Home Office? Unvorstellbar. 

Wir haben das Projecter-Team anonym zu den Umständen, Herausforderungen und Folgen des Arbeitens während der Pandemie befragt. Wie hat sich deine Arbeitsweise verändert? Hat sich deine Einstellung zur Arbeit geändert? Gefragt haben wir auch, ob die Arbeit im Homeoffice körperliche Auswirkungen hatte, welche Veränderung aus dem Corona-Arbeitsalltag sich positiv oder negativ ausgewirkt hat und es gab auch Platz, seine ganz persönliche Geschichte dazulassen. Wir wollten alles wissen!

Das sind die Ergebnisse. 

Ein Hoch auf die Flexibilität – oder: “Arbeiten von Paris aus!”

Genau wie für Johanna, war die Möglichkeit des Home Office ein positiver Aspekt der Pandemie für sehr viele Projecters. 80% der UmfrageteilnehmerInnen möchten diesen Aspekt nicht mehr missen. Die flexible Gestaltung der Arbeitszeit – und bedingt auch die des Arbeitsortes (“Arbeiten von Paris aus!”) – ist das Hauptargument (Mehrfachnennungen möglich) der positiven Veränderungen, ganz klar. Drei Viertel fanden erfreulich, dass einfach der Weg zur Arbeit wegfällt. Zwischendrin erwähnen KollegInnen auch das Wort “Jogginghose” in den Argumenten, warum sie Arbeiten in remote begrüßen. Was Karl Lagerfeld dazu wohl sagen würde. 

Effizienter, produktiver, konzentrierter!

Der Großteil der KollegInnen ist sich einig: nicht nur die Umstände des Arbeitens, sondern auch die Art und Weise hat sich definitiv geändert. Zum Positiven! Mit der Verlagerung der Arbeit ins Homeoffice verlagerte sich auch die Arbeitsweise: von Absprachen in Meeting-Räumen hin zu Zoom-Calls mit KundInnen und KollegInnen, vom Arbeiten im Großraumbüro hin zu Einzelbüros zuhause. 61% der Projecters sagen, ihre sei “effizienter, produktiver, und konzentrierter” geworden. 

Google Formulare-Antwortdiagramm. Titel der Frage: Wie hat sich deine Arbeitsweise verändert?. Anzahl der Antworten: 41 Antworten.

Als Gründe geben Befragte die Ruhe bei Kundenterminen im Homeoffice an und es fällt erneut das Wort Flexibilität – individuelle Zeiteinteilung als Booster für mehr Effizienz am Arbeitsplatz. Nur jeder Fünfte ist mit seiner Arbeitsweise nicht mehr so zufrieden wie vorher, ebenso viele glauben so zu arbeiten wie zuvor. 

Mehr als die Hälfte der KollegInnen schätzen es, die regelmäßigen Kundentermine per Video-Call durchzuführen – Absprachen, die man zuvor meist nur am Telefon geführt hat. “Die Kundenbindung ist so viel besser”, gibt eine MitarbeiterIn an. Eine andere bekräftigt diesen Eindruck und sagt, der Smalltalk sei einfach ein anderer geworden. Persönlicher. Das ein oder andere Haustier, das durchs die Kamera lief, habe die Bindung gestärkt. Von schreienden Babys im Hintergrund ganz zu schweigen.

Soziale Bindungen am Arbeitsplatz haben gelitten

So sehr die Manier des Arbeitens von der Pandemie profitierte, so sehr hat die soziale Bindung am Arbeitsplatz gelitten. Alle Projecters, die an der Umfrage teilgenommen haben, sehen im “seltenen persönlichen Kontakt mit den KollegInnen” eine negative Veränderung. Der inhaltliche, kundenbezogene Austausch in Persona fehlt den Befragten. Aber auch das kurze Gespräch am Kaffee-Vollautomaten, “Zwischenmenschliches blieb auf der Strecke”. Die Antworten der Umfrage-Teilnehmer lassen auch ein stilles Lob an Team-Leads, Geschäftsführung und alle KollegInnen erkennen, die zur Kompensation während der Zeit der Pandemie “digitale Weihnachtsfeiern”, “Escape-Room-Events” und “Tele-Feierabend-Bier Treffen” organisiert haben. 

Eigentlich haben wir nur nach Vorwänden gesucht, um mehr Katzenbilder in unseren Beiträgen unterbringen zu können!

Die freiere Einteilung des Arbeitsalltags hat andererseits die sozialen Verwobenheiten im Privaten gestärkt. Für knapp die Hälfte der Projecters war die gewonnene Zeit mit MitbewohnerInnen, PartnerInnen und Familie sehr wertvoll. Eltern haben sich speziell über mehr Zeit mit ihren Kindern gefreut. In einem Fall ist aus der Homeoffice-Situation zwischen zwei KollegInnen eine tiefe Freundschaft entstanden. Auch das kann Corona.

Veränderungen auch für den Arbeitgeber

Veränderung brachte die Pandemie nicht nur für ArbeitnehmerInnen, sondern auch für Arbeitgeber… 

Unsere Geschäftsführerin und Gründerin Katja zog bereits im August 2020 ein Corona-Fazit – als wir noch dachten, das wäre alles bald vorbei:

Unternehmerisch betrachtet fällt das HO-Fazit also erstmal ziemlich positiv aus: Angenehmes Geschäftsmodell, so eine Agentur, denn sie kann recht problemlos auf remote umgeschaltet werden. Das hätte ich schon immer so vermutet, der Ernstfall hat es bestätigt. Auch das Team hat sich hier als krisenfest erwiesen und kreative Wege gefunden, mit der Situation umzugehen. Eine gewisse Videokonferenzenmüdigkeit macht sich zwar breit, kann aber durch Teilpräsenz wieder eingefangen werden. Weniger Herumreisen und weniger Präsenztermine führen in vielen Fällen zu weniger Stress. Das gilt sowohl für meinen Terminkalender als auch den der KollegInnen. Richtig spannend wird die Frage, wer nach Corona wirklich wieder Vollzeit ins Büro zurückkommen will und wird und ob sich nicht das „Vorher“-Anwesenheitsmodell grundlegend geändert hat. Aber dazu unterhalten wir uns am besten in ein paar Monaten nochmal 🙂 

https://www.projecter.de/blog/projecter/casual-monday-home-office-escape/

Kann man eigentlich so unterschreiben, oder? Die letzte Frage lässt sich Stand jetzt – fast August 2022 – so beantworten: die wenigsten kehren nach Corona Vollzeit ins Büro zurück, wir haben die Anwesenheitspflicht komplett aufgehoben, alles kann, nichts muss. Wäre das Anfang 2020 so radikal denkbar gewesen? Ehrlich gesagt: Wohl eher nicht.

Home Office mit Katzen – so produktiv!

Vertrauen in die MitarbeiterInnen

Auch Hunde sind natürlich gern gesehene Unterstützung im Home Office!

Dank der Pandemie sei “vieles im positiven Wandel”, so eine freie Antwort der Umfrage. “Dinge werden hinterfragt”. Für die Bemühungen unseres Arbeitgebers der Krise angemessen zu begegnen und sie professionell zu managen, ist auch Henriette, Senior Specialist im Social Media Advertising, dankbar. Die 25-Jährige hat im Oktober 2021, mitten in der Pandemie, den Arbeitgeber aus diesem Grund gewechselt. “In meiner alten Agentur gab es keine Masken, keine Abstandsregeln, keine Tests”, erzählt sie. Homeoffice wurde trotz der Umstände nicht gern gesehen. Es fehlte an Vertrauen. Vertrauen, das sie jetzt zu 100% bekommt, ergänzt sie. “Bei Projecter ist alles viel strukturierter und bedachter.” Sie lobt den verantwortungsbewussten Umgang mit der allgemeinen Lage.

Es war eine Herausforderung. Keine Frage.

Gab es während der Corona-Pandemie einen Punkt, an dem du die Sinnhaftigkeit deiner Arbeit in Frage gestellt hast? 56% der Befragten haben das mit “ab und an” beantwortet. Nur jeder fünfte sah seine Arbeit nicht durch diese Krise beeinträchtigt. Sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber war und ist die Pandemie eine Herausforderung. Keine Frage. In vielerlei Hinsicht. 

Google Formulare-Antwortdiagramm. Titel der Frage: Hat sich die Arbeit im Homeoffice körperlich auf dich ausgewirkt?. Anzahl der Antworten: 41 Antworten.

Mehr als die Hälfte der Projecters gibt an, mehr körperliche Probleme als vorher zu haben. “Nackenschmerzen”, “verspannte Schultern” und ähnliches. Es gibt aber auch motivationspsychologische Herausforderungen, die die Organisation und den Antrieb im Homeoffice betreffen. Auch die “viele Zeit allein” zuhause gaben zwei Drittel der KollegInnen als Herausforderung der Krise an. Es fallen Offenbarungen mit Begriffen wie Existenzangst und Unsicherheit. In regelmäßigen Meetings versuchen wir fortwährend, Strategien zum Selbstmanagement auszutauschen und geben uns Tipps an die Hand, den Arbeitsalltag im Homeoffice effizient zu gestalten. Das Agenturleben hält sportliche Angebote bereit. Wir sagen dem verspannten Rücken den Kampf an. Zoom-Teamevents sorgen für Kollegenzusammenhalt, auch über die Grenzen des Büros hinaus. Rückblickend räumen 68% aller ein, die an unserer Umfrage teilgenommen haben, dass es schwierige Zeiten während der Pandemie gab, knapp 40% würde es sogar als persönliche Krise bezeichnen. 

Ein Kollege klopft uns allen auf die Schulter, wenn er resümiert: “Wie gut wir das doch alles hinbekommen haben.”

guest
0 Kommentare
Inline Feedbacks
View all comments